Die Aktie von Hewlett Packard Enterprise erfährt an den Finanzmärkten neuen Rückenwind durch positive Analystenstimmen. Am heutigen Freitag stufte das Analysehaus Daiwa die Einstufung für den US-Konzern von „Neutral“ auf „Outperform“ hoch und passte das Kursziel von 65 auf 75 US-Dollar an. Im Handel notiert das Papier heute bei 61,58 Euro, was einem Zuwachs von 7,1 Prozent entspricht.

Daiwa begründete die Hochstufung mit den mittelfristigen Wachstumsperspektiven im Netzwerkbereich sowie einer im Branchenvergleich attraktiven Bewertung. Das neue Kursziel basiert auf dem 16-Fachen der Gewinnschätzungen für das Geschäftsjahr 2027. Damit werde der Konzern weiterhin mit einem Abschlag gegenüber Wettbewerbern wie Dell gehandelt, deren Bewertung beim 17-Fachen liege.

Wall Street passt Kursziele nach oben an

Die optimistische Einschätzung steht nicht isoliert da. Bereits am Donnerstag hatte Citigroup die Kaufempfehlung bestätigt und das Kursziel deutlich von 76 auf 92 US-Dollar angehoben. Weitere Marktbeobachter schlossen sich diesem Trend an: Institute wie Barclays hoben ihre Kursziele ebenfalls an, sodass die Spanne der Schätzungen an der Wall Street mittlerweile bis zu 92 US-Dollar reicht.

Vor gut drei Wochen hob der Konzern seine Prognosen an, seither verbucht das Papier ein Plus von 29,5 Prozent. Treiber dieser Entwicklung ist vor allem die gestiegene Nachfrage im Segment Data Center Networking sowie Fortschritte bei der Eingliederung des Netzwerkspezialisten Juniper. Bis zum Geschäftsjahr 2028 visiert das Management jährliche Synergien in Höhe von 800 Millionen US-Dollar an.

Großaufträge und operative Meilensteine

Flankiert wird der Optimismus durch operative Erfolge im Infrastrukturgeschäft für künstliche Intelligenz. So sicherte sich das Unternehmen einen Großauftrag des Cloud-Anbieters Vultr über 1,2 Milliarden US-Dollar für AMD-Helios-Systeme, der auch Netzwerkkomponenten umfasst. Für das Geschäftsjahr 2026 rechnet der Konzern mit kumulierten KI-Netzwerkaufträgen von über 3 Milliarden US-Dollar.

Auf Vertriebsebene steht zudem der nächste Integrationsschritt bevor. Zum 1. November werden die bisher getrennten Partnerprogramme von Aruba und Juniper vereinheitlicht. Ziel ist es, allen 60.000 Partnern den gemeinsamen Vertrieb des gesamten Portfolios zu ermöglichen und bestehende Lieferengpässe schrittweise zu bewältigen.