Die Zahlen für das vierte Quartal 2025 sind da – und sie überraschen positiv. HF Sinclair meldete am Mittwoch einen bereinigten Gewinn von 1,20 Dollar je Aktie. Damit lag das Unternehmen deutlich über den Erwartungen der Analysten, die nur 0,63 Dollar auf dem Zettel hatten. Der Umsatz kletterte auf 6,46 Milliarden Dollar. Auch hier rechnete die Wall Street mit weniger: 6,2 Milliarden Dollar waren prognostiziert.
Der Treiber hinter diesem Ergebnis? Die Raffineriegeschäft-Margen. Sie verdoppelten sich nahezu im Vergleich zum Vorjahreszeitraum und erreichten 16,28 Dollar pro verkauftem Barrel – gegenüber 6,68 Dollar im vierten Quartal 2024. Das ist bemerkenswert, denn eigentlich hätte die Branche mit saisonaler Schwäche zu kämpfen. Hinzu kamen noch ungeplante Ausfälle in der Artesia-Raffinerie und planmäßige Wartungsarbeiten in Puget Sound. Doch selbst diese Belastungen konnten den positiven Trend nicht bremsen.
EPA-Ausnahmen als Sondereffekt
Ein weiterer Faktor spielte eine zentrale Rolle: Ausnahmeregelungen der US-Umweltbehörde EPA für kleinere Raffinerien. Diese sogenannten RINs-Befreiungen erhöhten die bereinigte Bruttomarge im vierten Quartal um 313 Millionen Dollar. 43 Millionen Dollar davon stammten noch aus dem dritten Quartal. Solche Effekte sind nicht vorhersehbar und lassen sich nicht einfach in die Zukunft projizieren.
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Für das Gesamtjahr 2025 summierte sich der bereinigte Gewinn auf 5,06 Dollar je Aktie – ein deutlicher Sprung gegenüber 1,01 Dollar im Jahr 2024. Das bereinigte EBITDA verdoppelte sich von 1,1 Milliarden auf 2,3 Milliarden Dollar. Besonders die Geschäftsbereiche Midstream und Marketing erzielten Rekordergebnisse. Gleichzeitig senkte das Unternehmen seine Betriebskosten pro Barrel auf ein neues Tief.
Joint Venture stärkt Marktpräsenz
Parallel zur Zahlenvorlage kündigte HF Sinclair die Gründung eines Joint Ventures mit UPOP Holdings an. Unter dem Namen Green Trail Fuels werden 30 Tankstellen in Colorado und New Mexico gebündelt. HF Sinclair hält dabei 50 Prozent der Anteile, bleibt aber nicht operativ tätig. Stattdessen liefert das Unternehmen Kraftstoff aus seinen regionalen Raffinerien an die Standorte.
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„Diese Partnerschaft ermöglicht es uns, das Wachstum der Sinclair-Marke zu beschleunigen und Synergien über unsere integrierte Anlagenbasis zu nutzen“, sagte Steve Ledbetter, Executive Vice President Commercial. Die Tankstellen werden von UPOP betrieben, während HF Sinclair die Versorgung übernimmt. Mit diesem Schritt erweitert das Unternehmen seine Präsenz in den Rocky Mountains und im Südwesten. Insgesamt versorgt HF Sinclair bereits über 1.700 Markenstationen mit Kraftstoff.
Rückflüsse an Aktionäre
Im Gesamtjahr 2025 schüttete HF Sinclair 724 Millionen Dollar an die Aktionäre aus – durch Dividenden und Aktienrückkäufe. Allein im vierten Quartal waren es 230 Millionen Dollar. Der Verwaltungsrat beschloss zudem eine reguläre Quartalsdividende von 0,50 Dollar je Aktie. Die Aktie reagierte vorbörslich mit einem Plus von 1,73 Prozent auf die Nachrichten.
Parallel dazu gab es eine personelle Veränderung an der Unternehmensspitze. CEO Tim Go trat freiwillig eine Auszeit an. Der Verwaltungsratsvorsitzende Franklin Myers übernahm vorübergehend die Führung. Der Nominierungsausschuss prüft nun die weiteren Schritte. Zusätzlich teilte das Unternehmen mit, dass der Prüfungsausschuss bestimmte Fragen im Zusammenhang mit Offenlegungsprozessen untersucht. Die gemeldeten Ergebnisse seien davon jedoch nicht betroffen.
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