Ein Verhältnis von 272 zu 1 — so viel verdiente Hims-&-Hers-Chef Andrew Dudum im vergangenen Jahr im Vergleich zum mittleren Mitarbeitergehalt. Die Offenlegung in einem frischen Proxy-Statement reichte aus, um die Aktie auf ihren schlechtesten Tag seit einem Monat zu schicken.
Das Papier verlor am Dienstag mehr als 5 Prozent und schloss bei 27,91 Dollar. Der Auslöser: Dudum kassierte 2025 insgesamt rund 22,96 Millionen Dollar, während der Median-Mitarbeiter auf 84.402 Dollar kam. Zwar sank Dudums Gesamtvergütung gegenüber dem Vorjahr um etwa 7 Prozent — die Struktur des Pakets blieb aber stark auf langfristige Aktienanreize ausgerichtet.
Aktienbasierte Vergütung mit Hebel
Konkret erhielt der CEO 306.406 Restricted Stock Units sowie performance-abhängige Aktienoptionen. Je nach Zielerreichung wandeln sich diese in 278.622 Aktien auf Mindestniveau, 557.244 Aktien bei Zielerreichung oder bis zu 1,39 Millionen Aktien bei maximaler Performance — Ausübungspreis jeweils 34,71 Dollar. Zum aktuellen Kurs liegt dieser Preis deutlich über dem Marktpreis, was die Optionen vorerst aus dem Geld hält.
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Relevant für die Einordnung: Hims & Hers gilt an der NYSE als „Controlled Company“, weil Dudum über stimmrechtsstarke Class-V-Aktien rund 87,7 Prozent der Stimmrechte hält. Eine Gegenstimme bei der Vergütungsabstimmung auf der virtuellen Hauptversammlung am 11. Juni 2026 hätte damit rein symbolischen Charakter.
Starkes Wachstum als Argument für das Paket
Das Unternehmen liefert durchaus Argumente für die Vergütungshöhe. Der Umsatz kletterte 2025 auf 2,35 Milliarden Dollar — ein Plus von 59 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Abonnentenzahl überstieg 2,5 Millionen, das bereinigte EBITDA erreichte 318 Millionen Dollar. Hims traf 94 Prozent seines Umsatzziels und 98 Prozent des EBITDA-Ziels.
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Der operative Cashflow lag bei 300 Millionen Dollar. Der freie Cashflow fiel mit 57,4 Millionen Dollar deutlich niedriger aus — ein Hinweis auf die hohen Investitionen ins Wachstum.
Trotz Rücksetzer: April bleibt stark
Der Tagesrückgang ändert nichts am Gesamtbild des Monats. Die Aktie hat im April bislang rund 34 Prozent zugelegt und steuert auf den zweiten Gewinnsmonat in Folge zu. Das zeigt, wie viel Schwung hinter dem Titel steckt — trotz wachsender Konkurrenz durch Amazon und Walmart im GLP-1-Segment.
Den nächsten konkreten Stimmungstest liefert der Quartalsbericht am 11. Mai 2026. Analysten erwarten dabei Druck auf Gewinn je Aktie und EBITDA — wie das Unternehmen diesen Spagat zwischen Wachstumsinvestitionen und Profitabilität kommuniziert, dürfte die Kursentwicklung im Mai maßgeblich prägen.
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