Politische Signale aus Washington treiben den Kurs von Hims & Hers massiv an. Nach Äußerungen von US-Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. zu einer möglichen Deregulierung von Peptid-Therapien schoss das Papier zeitweise um 12 Prozent in die Höhe. Auf Wochensicht steht dank der Fantasie rund um GLP-1-Abnehmpräparate sogar ein Plus von rund 30 Prozent auf der Anzeigetafel. Der jüngste Hype überdeckt allerdings einen teuren Umbau des Kerngeschäfts.
Washington weckt Fantasien
Die US-Gesundheitsbehörde FDA plant für diesen Sommer ein Treffen, um die strengen Auflagen für ein halbes Dutzend beliebter Peptid-Injektionen zu lockern. Hims & Hers hatte bereits im Februar strategisches Interesse an diesem Segment bekundet. Chefmediziner Pat Carroll begrüßte den Vorstoß umgehend und verwies auf das medizinische Potenzial der Therapien. Auf Plattformen wie Stocktwits drehte die Stimmung der Privatanleger daraufhin innerhalb von 24 Stunden von bärisch auf bullisch.
Bis zu einer echten Marktzulassung ist es ein weiter Weg. Branchenexperten der Alliance for Pharmacy Compounding rechnen mit einem langwierigen Prozess. Selbst bei einem positiven Votum muss die FDA erst neue Richtlinien ausarbeiten und veröffentlichen.
Teurer Strategiewechsel
Abseits der politischen Versprechungen navigiert das Management aktuell durch eine schwierige Phase. Das Unternehmen priorisiert künftig den Vertrieb des FDA-zugelassenen Abnehmpräparats Wegovy, um der wachsenden regulatorischen Beobachtung aus dem Weg zu gehen. Dieser Schritt verursacht im ersten Quartal durch verzögerte Auslieferungen einen einmaligen Umsatzeinbruch von 65 Millionen US-Dollar.
Die finanziellen Folgen sind gravierend. Für das Auftaktquartal 2026 erwartet Hims & Hers nur noch ein Umsatzwachstum zwischen 2,4 und 6,7 Prozent. Im Vorjahreszeitraum stand hier noch ein Plus von 111 Prozent. Parallel dazu schrumpft die bereinigte EBITDA-Marge voraussichtlich von 15,5 auf 6 bis 9 Prozent. Erschwerend kommt der wachsende Wettbewerbsdruck durch den Markteintritt von Amazon Pharmacy hinzu.
Am 11. Mai 2026 legt das Unternehmen nach Börsenschluss die Zahlen für das erste Quartal vor. Dieser Bericht liefert die ersten harten Fakten dazu, wie stark der Fokus auf etablierte GLP-1-Präparate die tatsächlichen Erlöse belastet. Langfristig hält das Management an ehrgeizigen Zielen fest und peilt für das Gesamtjahr 2026 einen Umsatz von bis zu 2,9 Milliarden US-Dollar an. Ein Lichtblick bleibt das internationale Geschäft, das nach den Übernahmen von ZAVA und Livewell zuletzt um rund 400 Prozent wuchs. Mit einem Kursminus von 40 Prozent seit Jahresbeginn und einem Kurs-Umsatz-Verhältnis von 2 wird die Aktie derzeit deutlich unter ihrem historischen Durchschnitt gehandelt.
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