Hims & Hers Aktie: Druck von mehreren Seiten

Die Aktie von Hims & Hers gerät unter Druck durch Insider-Verkäufe, eine erneute Auslassung aus Novo Nordisks Partnernetzwerk und eine enttäuschende Umsatzprognose für das erste Quartal.

Hims & Hers Aktie
Kurz & knapp:
  • Mehrere Führungskräfte verkaufen Aktien nach Kursanstieg
  • Novo Nordisk lässt Hims erneut aus Vertriebsnetzwerk
  • Q1-Umsatzprognose verfehlt Analystenerwartungen deutlich
  • Aktie verliert deutlich an einem Handelstag

Drei Belastungsfaktoren treffen Hims & Hers gleichzeitig: Führungskräfte verkaufen nach dem Kursanstieg im März, Novo Nordisk lässt das Unternehmen erneut aus seinem Partnernetzwerk heraus, und die Q1-Prognose enttäuschte die Erwartungen der Analysten. Die Aktie verlor allein am Dienstag knapp 5 Prozent.

Insider nehmen Gewinne mit

Nach dem starken Kursanstieg Anfang März haben mehrere Führungskräfte ihre Positionen reduziert. CFO Oluyemi Okupe verkaufte am 20. März rund 9.200 Aktien für etwa 219.000 US-Dollar — zu Kursen zwischen 23,73 und 23,92 Dollar. COO Michael Chi trennte sich bereits am 17. März von rund 97.300 Aktien zum Preis von 24,69 Dollar, ein Erlös von rund 2,4 Millionen Dollar. Beide Transaktionen erfolgten im Rahmen vorab festgelegter Handelspläne.

Auffällig ist das Gesamtbild: In den vergangenen zwölf Monaten gab es bei Hims & Hers 82 Insider-Verkäufe — und keinen einzigen Kauf.

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Novo Nordisk ohne Hims

Gleichzeitig hat Novo Nordisk die Markteinführung seiner oralen Wegovy-Pille in den USA bekanntgegeben. Ab 149 Dollar monatlich ist das Präparat verfügbar, für privat Versicherte sogar ab 25 Dollar. Als Vertriebspartner nennt Novo Nordisk CVS Health, Costco, LifeMD und GoodRx — Hims & Hers fehlt erneut auf der Liste.

Die Citigroup führt das auf Meinungsverschiedenheiten zwischen beiden Unternehmen rund um Hims‘ Strategie mit kompoundierten Semaglutid-Präparaten zurück. Die breitere Verfügbarkeit des Wegovy-Pills könnte das GLP-1-Geschäft von Hims in diesem Jahr unter Druck setzen.

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Prognose verfehlt Konsens deutlich

Auch die Zahlen selbst liefern wenig Rückenwind. Der Q4-Umsatz stieg zwar um 28 Prozent auf 617,8 Millionen Dollar. Die Prognose für das erste Quartal 2026 — 600 bis 625 Millionen Dollar — liegt jedoch spürbar unter dem Analysten-Konsens von rund 653 Millionen Dollar. Das EBITDA soll zwischen 35 und 55 Millionen Dollar liegen, eine breite Spanne, die wenig Planungssicherheit bietet.

Analysten bleiben vorsichtig konstruktiv: Der Konsens von 17 Analysten lautet auf „Hold“ mit einem durchschnittlichen Kursziel von 31,29 Dollar. Leerink Partners hob das Ziel zuletzt auf 25 Dollar an, sieht aber kaum Aufwärtspotenzial gegenüber dem aktuellen Kurs. Deutsche Bank erhöhte ihr Ziel von 25 auf 28 Dollar, ebenfalls bei „Hold“.

Ob Hims aus der bestehenden Partnerschaft mit Novo Nordisk noch messbare Umsatzbeiträge für Q1 ziehen kann, wird sich spätestens mit dem nächsten Quartalsbericht zeigen — die Latte liegt mit dem verfehlten Konsens bereits tief.

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