Starkes Wachstum bei Wegovy-Verschreibungen, aber schrumpfende Gewinne — Hims & Hers steckt mitten in einem schwierigen Umbau. CEO Andrew Dudum meldet Fahrt auf, während die Bank of America die Erwartungen deutlich nach unten korrigiert.
BofA senkt Kursziel und Gewinnprognose
BofA Securities hat das Kursziel für Hims & Hers von 23 auf 21 US-Dollar gesenkt und hält an der Neutral-Einstufung fest. Der Kern der Skepsis: Der Wechsel von günstig produzierten Kompound-GLP-1-Medikamenten hin zu Markenmedikamenten wie Wegovy belastet die Profitabilität erheblich.
Laut BofA dürfte der EBITDA-Beitrag aus dem GLP-1-Segment in diesem Jahr um rund 50 Prozent sinken. Die eigene EBITDA-Prognose der Bank für 2026 liegt bereits 21 Prozent unter dem Marktkonsens — ein deutliches Signal, dass die Gewinnerwartungen vieler Analysten möglicherweise zu optimistisch sind. Gleichzeitig senkte BofA das Bewertungsmultiple von 23x auf 21,5x EV/EBITDA, was den Druck auf die Bewertung zusätzlich erhöht.
Dudum gibt Gas — Zahlen sollen folgen
Auf der anderen Seite steht CEO Andrew Dudum mit einer operativen Erfolgsmeldung. Über X teilte er mit, dass das Unternehmen bereits auf einen monatlichen Lauf von über 100.000 Wegovy-Verschreibungen zusteuert — knapp zwei Wochen nach dem Start der ersten Lieferungen im Rahmen der neuen Partnerschaft mit Novo Nordisk.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Hims & Hers?
Im Zuge des Deals stellt Hims & Hers das Marketing für Kompound-Alternativen ein und setzt künftig auf Wegovy sowie Ozempic für Typ-2-Diabetiker. Das Angebot umfasst verschiedene Dosierungen von 0,25 bis 2,4 Milligramm sowie pillenbasierte Formulierungen.
BofA schätzt, dass das Unternehmen 40 bis 50 Prozent der bestehenden Abonnenten auf Markenprodukte umstellen und weitere 5 bis 10 Prozent im Kompound-Segment halten könnte — was einen vierteljährlichen GLP-1-Umsatz von 60 bis 90 Millionen US-Dollar ergäbe. Die GLP-1-Umsatzprognose für 2026 senkte BofA auf 516 Millionen Dollar, nach zuvor 577 Millionen.
Internationale Expansion als Gegengewicht
Als weiteren Wachstumstreiber setzt Hims & Hers auf das internationale Geschäft, das innerhalb von drei Jahren auf über eine Milliarde US-Dollar wachsen soll — mit einem organischen Wachstum im mittleren Zehner-Prozentbereich. Größter Beitrag soll die australische Plattform Eucalyptus leisten.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Hims & Hers?
Allerdings zeigen BofA-Analysen, dass rund 90 Prozent des Eucalyptus-Umsatzes aus dem Vertrieb von Marken-GLP-1-Produkten stammen — was die EBITDA-Marge des Konzerns um weitere ein bis zwei Prozentpunkte belasten könnte.
Aktie stark unter Druck
Die Aktie notiert aktuell bei rund 20 US-Dollar und hat seit Jahresbeginn fast 39 Prozent verloren. Mit einem EV/EBITDA-Multiple von 26,4x liegt sie noch deutlich über BofAs neuem Zielwert von 21,5x.
Nicht alle Analysten teilen die Zurückhaltung der BofA: Barclays hob das Kursziel zuletzt auf 29 Dollar an und sieht im Novo-Nordisk-Deal eine Beseitigung rechtlicher Unsicherheiten. Needham wiederum hält die Nachfrage nach Wegovy-Pillen im Direktzahlungsmarkt für unterschätzt. Der Markt ist sich also uneins — und die Bewertungslücke zwischen Optimisten und Skeptikern bleibt vorerst groß.
Hims & Hers-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Hims & Hers-Analyse vom 10. April liefert die Antwort:
Die neusten Hims & Hers-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Hims & Hers-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 10. April erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Hims & Hers: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...


