Gestern hat Hims & Hers den offiziellen Startschuss für den Verkauf von zugelassenen Novo-Nordisk-Medikamenten gegeben. Eigentlich ein Meilenstein für die Telemedizin-Plattform, nachdem es zuvor rechtliche Konflikte um nachgemachte Präparate gab. Allerdings reagierten Anleger auf den Verkaufsstart mit Abgaben, da der fundamentale Umbau des Geschäftsmodells einen hohen Preis fordert.
Neues Abo-Modell für Abnehmspritzen
Seit dem 26. März bietet das Unternehmen berechtigten Kunden direkten Zugang zu FDA-zugelassenen GLP-1-Medikamenten wie Wegovy und Ozempic an. Begleitet wird die Markteinführung von einer neuen Preisstruktur. Kunden zahlen für die Gewichtsverlust-Mitgliedschaft anfangs 39 US-Dollar, ab dem zweiten Monat werden 149 US-Dollar fällig. Die reinen Medikamentenkosten starten separat ab 149 US-Dollar monatlich.
Gleichzeitig beendet Hims & Hers weitgehend den Vertrieb von selbst gemischten GLP-1-Präparaten. Nur in Ausnahmefällen, wenn medizinisch notwendig, sollen diese noch angeboten werden. Damit reagiert das Unternehmen auf die massiven rechtlichen Probleme der Vergangenheit. Zuvor hatten Klagen des dänischen Pharmakonzerns Novo Nordisk sowie Warnungen der US-Gesundheitsbehörde FDA den Verkauf von nachgemachten Wegovy-Pillen gestoppt.
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Sicherheit auf Kosten der Profitabilität
Genau dieser Wechsel von margenstarken Eigenmischungen hin zu teureren Markenmedikamenten erklärt den jüngsten Kursrutsch von über drei Prozent auf 20,86 US-Dollar. Zwar sichert sich die Plattform durch die offizielle Partnerschaft nun rechtlich ab und etabliert einen verlässlichen Lieferweg. Dieser Schritt drückt nun aber spürbar auf die Profitabilität.
Das Management rechnet damit, dass die EBITDA-Marge von 13,5 Prozent im Jahr 2025 auf 12,0 Prozent im laufenden Jahr 2026 sinken wird. Auch das EBITDA-Wachstum verlangsamt sich voraussichtlich auf nur noch 2,7 Prozent im Jahresvergleich. Der rasante Umsatzanstieg des Vorjahres auf 2,35 Milliarden US-Dollar basierte noch maßgeblich auf dem nun auslaufenden Modell der Eigenmischungen.
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Analysten bewerten die Lage neu
An der Wall Street sorgt der Strategiewechsel für unterschiedliche Einschätzungen. Während einige Experten die verbesserte Umsatzsichtbarkeit loben, verweisen andere auf die schwache Umsatzprognose für das erste Quartal 2026. Diese lag mit 600 bis 625 Millionen US-Dollar unter den Markterwartungen von rund 653 Millionen US-Dollar.
Aktuelle Kursziele nach dem Verkaufsstart:
* Barclays: Kursziel von 25 auf 29 US-Dollar angehoben (Overweight)
* Leerink Partners: Kursziel von 17,50 auf 25 US-Dollar angehoben (Market Perform)
* Wall-Street-Konsens: Durchschnittliches Kursziel bei gut 24 US-Dollar
Mittelfristig gehen Analysten davon aus, dass sich die Margen durch Skaleneffekte wieder erholen werden. Für das Jahr 2027 wird ein Anstieg der EBITDA-Marge auf 12,8 Prozent erwartet, bis 2028 soll sie 14,3 Prozent erreichen. Bis diese Skalierung greift, spiegelt die aktuelle Bewertung den Übergang in eine kostenintensivere Geschäftsphase wider.
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