Hims & Hers hat seine Compounded-Semaglutid-Pille aus dem Angebot genommen — und der Kurs steigt trotzdem. Das klingt paradox, erklärt sich aber durch das, was das Unternehmen als Nächstes plant.
Regulatorisches Fenster im Juli
Am 23. und 24. Juli 2026 tagt das FDA-Beratungskomitee für Apothekenherstellung. Auf der Agenda: sieben Peptid-Verbindungen, darunter BPC-157. Eine positive Empfehlung würde Compounding-Apotheken erstmals einen klaren Rechtsrahmen für die Herstellung dieser Substanzen geben.
Hims & Hers hat sich früh positioniert. Das Unternehmen investierte 2025 in eine Peptid-Produktionsstätte in Kalifornien und kündigte für 2026 eine eigene Longevity-Sparte an, die Peptide, Coenzyme und GLP-1-Behandlungen bündeln soll. Die Logik dahinter: Fällt die FDA-Entscheidung günstig aus, kann das Unternehmen schnell in den regulierten Markt einsteigen — mit eigener Infrastruktur.
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Eucalyptus als Absicherung
Parallel dazu läuft die Integration von Eucalyptus, einer australischen Telehealth-Plattform. Der Deal war bis zu 1,15 Milliarden Dollar wert, rund 240 Millionen Dollar flossen bei Abschluss in bar. Eucalyptus bringt mehr als 775.000 Kunden und eine Präsenz in Australien, Japan, Kanada und dem Vereinigten Königreich mit.
Das ist kein Zufallskauf. Angesichts des regulatorischen Drucks im US-Markt verschafft die Akquisition dem Unternehmen Einnahmen jenseits des heimischen GLP-1-Segments. Eucalyptus-CEO Tim Doyle übernimmt als Senior Vice President International die Verantwortung für alle Aktivitäten außerhalb der USA.
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Q1-Zahlen als nächster Prüfstein
Am 11. Mai 2026 legt Hims & Hers die Ergebnisse des ersten Quartals vor. Die eigene Umsatzprognose liegt zwischen 600 und 625 Millionen Dollar. Der Konsens für den Gewinn je Aktie steht bei 0,03 Dollar — ein mageres Ergebnis, das die hohen Investitionen der vergangenen Monate widerspiegelt.
Die Kapitalausgaben stiegen Ende 2025 um 138 Prozent gegenüber dem Vorjahr, als das Unternehmen Fertigung und Apothekeninfrastruktur intern aufbaute. Hinzu kommt eine Verschiebung von 65 Millionen Dollar Umsatz ins zweite Quartal, weil sich die Liefertakte für Gewichtsreduktionsprodukte geändert haben. Das dürfte die Q1-Zahlen optisch belasten.
Technisch nähert sich die Aktie nach dem Anstieg auf 30,34 Dollar einer Widerstandszone bei 31,80 Dollar. BofA Securities hält an einem neutralen Rating mit einem Kursziel von rund 25 Dollar fest — und sieht damit deutlich weniger Potenzial als der aktuelle Kurs impliziert. Ob die Juli-FDA-Entscheidung und der Earnings-Call am 11. Mai diese Lücke schließen, entscheidet sich in den kommenden Wochen.
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