Vier Handelstage in Folge mit Kursgewinnen — und das Ende der Rally ist noch nicht absehbar. Hims & Hers profitiert gerade von zwei regulatorischen Rückenwind-Signalen gleichzeitig: Peptide und Testosteron.
FDA öffnet Tür für Testosteron-Indikation
Am 16. April 2026 signalisierte die FDA, dass sie Testosteron-Ersatztherapien (TRT) für eine neue Indikation prüfen will: niedrige Libido bei Männern mit idiopathischem Hypogonadismus. Anbieter zugelassener TRT-Produkte können sich bis 30. April bei der Behörde melden. Grundlage ist eine Auswertung klinischer Studien sowie ein Expertenpanel vom Dezember 2025.
Für Hims & Hers kommt das zum richtigen Zeitpunkt. Das Unternehmen baut seine Testosteron-Plattform seit September 2025 aus. Ab 2026 ergänzt das oral einnehmbare Präparat KYZATREX® das Angebot — exklusiv in Kooperation mit Marius Pharmaceuticals. Laut Hersteller stellt KYZATREX® bei bis zu 96 Prozent der Männer normale Testosteronwerte wieder her. Injizierbare Testosteron-Therapien sollen ebenfalls noch 2026 folgen.
Der adressierbare Markt ist groß. Rund 20 Millionen US-Männer leiden unter niedrigem Testosteron.
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Peptid-Kalender treibt Kursanstieg
Parallel läuft eine Rallye, die durch die Peptid-Regulierung angeheizt wird. Am Donnerstag stieg die Aktie um mehr als 11 Prozent — das war der vierte Gewinntag in Folge. Das Handelsvolumen lag bei 74,6 Millionen Aktien, rund 111 Prozent über dem Dreimonatsdurchschnitt.
Auslöser: Die FDA plant für den 23. und 24. Juli Beratungssitzungen, um sieben Peptide auf ihre Eignung für die Compounding-Zulassung zu prüfen. Darunter BPC-157, TB-500 und Semax. Die Empfehlungen sind nicht bindend, könnten aber den Zugang zu diesen Wirkstoffen deutlich erleichtern.
Hims kaufte bereits 2025 eine Peptid-Produktionsanlage in Kalifornien. Das Unternehmen wäre also bereit, falls die Zulassungen kommen.
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Wall Street gespalten
Die Analystenreaktionen fallen unterschiedlich aus. Bank of America hob das Kursziel an und verwies auf mögliche Chancen durch die Juli-Sitzungen. Ein positives Ergebnis könnte Hims erlauben, seine bestehende GLP-1-Infrastruktur für weitere Peptid-Therapien zu nutzen.
Leerink bezeichnete die regulatorischen Fortschritte als „klares Plus“ und sieht darin eine Möglichkeit, das erwartete Wachstumsloch zu schließen — das entsteht, weil das Unternehmen von komponierten Adipositas-Behandlungen auf Markenprodukte umstellt.
Allerdings bleibt BofA-Analyst Allen Lutz bei „Neutral“. Er warnt vor Margendruck durch den Wechsel zu Marken-GLP-1-Produkten. Das EBITDA 2026 könnte durch den Rückgang des GLP-1-Beitrags um rund 50 Prozent belastet werden.
Am 11. Mai 2026 legt Hims & Hers Quartalszahlen vor. Dann wird sich zeigen, ob das Management die regulatorischen Chancen bereits in konkrete Umsatzperspektiven übersetzen kann — und ob die Rally fundamentale Grundlagen hat.
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