Die Telehealth-Plattform Hims & Hers rüstet technologisch auf. CEO Andrew Dudum kündigte an, dass die Verbindung mit Oura-Smart-Ringen „bald kommen“ werde. Parallel dazu prüfen die Entwicklerteams eine Anbindung an Garmins Fitnessuhren. Das Ziel: Wearable-Daten wie Schlaf- und Aktivitätswerte mit Labordaten und Rezepten zu verknüpfen.

Das Unternehmen baut an einem KI-gestützten Gesundheitssystem aus einer Hand. Biometrische Echtzeitdaten sollen helfen, Behandlungen individueller anzupassen. Ein klarer Differenzierungsversuch im umkämpften Telehealth-Markt.

Aktie mit gigantischer Erholung

Die Aktie notiert aktuell bei 30,46 Euro, ein Plus von 0,20 Prozent zum Freitagsschluss. Vor vier Monaten stand der Kurs noch bei 11,68 Euro – dem 52-Wochen-Tief. Der Rücksetzer vom Rekordhoch bei 57,96 Euro bleibt mit rund 47 Prozent allerdings gewaltig.

Seit Jahresbeginn notiert die Aktie 6,76 Prozent im Plus. Der 50-Tage-Durchschnitt von 22,22 Euro liegt klar unter dem aktuellen Niveau. Der RSI von 70,3 signalisiert eine leichte Überkauftheit – kein Alarmwert, aber ein Hinweis auf das hohe Tempo der jüngsten Rally.

Insider-Verkauf gedämpft

Ein anderes Signal kam vergangene Woche aus der Führungsetage. Chief Medical Officer Patrick Carroll meldete den Verkauf von bis zu 23.726 Aktien. Die SEC-Meldung datiert auf Donnerstag. Am Sonntag notierte die Aktie im vorbörslichen Handel leicht schwächer.

Diesen Monat steht der Kurs dennoch 36 Prozent im Plus. Der Ausbau des chronischen Gewichtsmanagements und gezielte Zukäufe untermauern die Wachstumsstrategie. Hims & Hers setzt darauf, Nachfrage nach Langzeitbehandlungen in Abo-Einnahmen zu verwandeln.

Das alles ist vielversprechend, birgt aber Risiken. Regulatorische Hürden und Umsetzungsprobleme bleiben Begleiter auf dem Weg zum vernetzten Gesundheitsanbieter.