Monatelang lastete der Rechtsstreit mit Novo Nordisk auf der Hims & Hers-Aktie. Jetzt ist er beigelegt – und die Partnerschaft, die dabei entstand, verändert das Geschäftsmodell des Telehealth-Anbieters grundlegend.
Am Montag schloss die Aktie mit einem Plus von 40,7 Prozent bei 22,15 Dollar. Das Handelsvolumen explodierte auf 168 Millionen Aktien – rund 557 Prozent über dem Dreimonatsdurchschnitt. Auch in den Folgetagen hielt die Dynamik an: Heute legte das Papier weitere 12 Prozent zu.
Vom Kläger zum Partner
Der Weg zu dieser Einigung war alles andere als geradlinig. Novo Nordisk und Hims hatten bereits eine kurzlebige Zusammenarbeit hinter sich, bevor der dänische Pharmariese die Kooperation abbrach. Gespräche über den Vertrieb von Wegovy im November scheiterten ebenfalls. Als Hims im Februar ankündigte, eine günstigere Eigenversion des Wegovy-Wirkstoffs als Pille anzubieten, reichte Novo Nordisk Klage wegen Patentverletzung ein.
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Nun haben beide Unternehmen eine Partnerschaft vereinbart: Hims wird Ozempic (Semaglutid 0,5 mg, 1 mg und 2 mg als Injektion) sowie Wegovy in verschiedenen Injektions- und Tablettenformen über seine Plattform anbieten – zu denselben Preisen wie andere Telehealth-Anbieter. Im Gegenzug wird Hims keine Werbung mehr für zusammengesetzte GLP-1-Präparate schalten. Nur in klinisch begründeten Ausnahmefällen, in denen zugelassene Medikamente nicht ausreichen, sollen solche Präparate weiterhin verfügbar bleiben.
Einen zusätzlichen Anstoß lieferte die US-Arzneimittelbehörde FDA: Sie hatte angekündigt, den Zugang zu Wirkstoffen für Nachahmerprodukte zu beschränken. FDA-Kommissar Marty Makary begrüßte ausdrücklich, dass Hims künftig auf zugelassene Produkte setzt.
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Analysten ziehen nach
Die Reaktion der Analysten fiel eindeutig aus. Bank of America stufte die Aktie auf Neutral hoch und verwies auf den Wegfall des Prozessrisikos. Deutsche Bank erhöhte das Kursziel von 25 auf 28 Dollar. Needham und Nephron Research hoben ihre Empfehlung auf Buy an. Needham setzt das Kursziel bei 30 Dollar, Citi bei 24 Dollar.
Fundamental steht Hims & Hers solide da: Der Umsatz stieg 2025 um 59 Prozent auf 2,35 Milliarden Dollar, der Nettogewinn erreichte 128 Millionen Dollar. Das bereinigte EBITDA verdoppelte sich nahezu auf über 318 Millionen Dollar, die Bruttomarge liegt bei 73,8 Prozent. Für 2026 stellt das Unternehmen weiteres zweistelliges Umsatzwachstum in Aussicht.
Neues Kapitel, neue Risiken
Trotz des Kursanstiegs notiert die Aktie noch immer rund 62 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 66,18 Dollar aus dem Juli 2025. Der entscheidende Faktor für die weitere Entwicklung: Kann das Geschäft mit zugelassenen Markenmedikamenten die Umsatzlücke schließen, die der Rückzug aus dem Kompoundierungsgeschäft hinterlässt? Dazu kommt Wettbewerbsdruck von Eli Lilly, das im zweiten Quartal vorbehaltlich der FDA-Zulassung ein eigenes Abnehm-Medikament namens Orforglipron auf den Markt bringen will. Der GLP-1-Markt wird voller – Hims & Hers tritt darin nun als etablierter Vertriebspartner an, nicht mehr als Disruptor.
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