Starkes Umsatzwachstum, einbrechende Gewinne — bei Hims & Hers klaffen Wachstumsstory und kurzfristige Profitabilität gerade weit auseinander. Am 11. Mai legt das Telehealth-Unternehmen seine Zahlen für das erste Quartal 2026 vor. Was die Anleger erwartet, ist absehbar: mehr Umsatz, deutlich weniger Gewinn.
Zahlen unter Druck
Der Konsens rechnet mit einem Quartalsumsatz zwischen 600 und 625 Millionen Dollar — ein moderates Plus gegenüber den 586 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum. Beim Gewinn sieht es anders aus: Zacks Investment Research erwartet lediglich 0,06 Dollar je Aktie, ein Rückgang von rund 70 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Der Grund liegt im laufenden Umbau des Geschäftsmodells und massiven Infrastrukturinvestitionen — die Kapitalausgaben stiegen Ende 2025 um 138 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Einigung mit Novo Nordisk als Wendepunkt
Der eigentliche Treiber hinter dem Margeneinbruch ist der Strategieschwenk im GLP-1-Segment. Im März 2026 einigte sich Hims & Hers mit Novo Nordisk: Das Unternehmen verpflichtet sich, auf seiner Plattform künftig vorrangig die zugelassenen Markenprodukte Wegovy und Ozempic anzubieten — als Injektionen und Pillen. Kompoundierte Alternativen bleiben nur bei offiziell dokumentierten Lieferengpässen verfügbar. Im Gegenzug zog Novo Nordisk seine Patentklage zurück.
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Das beseitigt ein erhebliches rechtliches Risiko. Allerdings waren kompoundierte GLP-1-Präparate deutlich margenträchtiger. Die Markenprodukte starten bei 149 Dollar monatlich im Selbstzahlermodell — ein Preispunkt, der auf die EBITDA-Marge drückt.
Insider-Verkäufe und Expansion nach Australien
Parallel zum Strategiewechsel sorgen Insider-Transaktionen für Gesprächsstoff. Chief Legal Officer Soleil Boughton verkaufte am 20. April 9.463 Aktien der Klasse A zu je 30,00 Dollar — im Rahmen eines vorab festgelegten Handelsplans nach Rule 10b5-1, wie aus SEC-Unterlagen vom 22. April hervorgeht. Zuvor hatte bereits der CFO Anteile abgestoßen.
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Hims & Hers setzt währenddessen auf internationale Diversifikation. Die geplante Übernahme des australischen Digitalgesundheitsunternehmens Eucalyptus für 1,15 Milliarden Dollar soll Mitte 2026 abgeschlossen werden. Eucalyptus ist in Australien, Japan und Teilen Europas aktiv und kommt auf einen annualisierten Umsatz von mehr als 450 Millionen Dollar.
Was am 11. Mai zählt
Die entscheidende Frage beim Earnings Call wird sein, ob die etablierten Segmente — Sexual Health und Dermatologie — die Margenverluste aus dem GLP-1-Umbau abfedern können. Die Aktie notiert aktuell bei rund 29 Dollar. Gelingt es dem Management, einen glaubwürdigen Pfad zurück zur Profitabilität zu skizzieren, könnte das die Stimmung drehen — trotz des schwachen Gewinnausblicks für das erste Quartal.
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