Rekordaufträge treffen auf einen schwächelnden Kurs. Trotz milliardenschwerer Projekte im Bereich der digitalen Infrastruktur rutschte die Hochtief-Aktie zuletzt unter eine wichtige technische Marke. Die Euphorie nach dem DAX-Aufstieg im Juni scheint vorerst verflogen.
Am Freitag schloss das Papier bei 453,20 Euro. Damit notiert der Wert unter dem gleitenden 100-Tage-Durchschnitt. Marktbeobachter werten dies als Abkühlung, nachdem die Aktie seit Jahresbeginn um rund 35 Prozent zulegen konnte.
KI-Campus treibt Auftragsbestand
Während die Charttechnik trübt, brummt das operative Geschäft. Die Tochtergesellschaft Turner Construction betreut in den USA den Bau eines gigantischen KI-Campus für den Tech-Riesen Meta. Das Projektvolumen in Louisiana wird inzwischen auf über 50 Milliarden US-Dollar geschätzt. Die geplante IT-Kapazität liegt bei 5 Gigawatt.
Parallel dazu wächst das Geschäft in Australien. Die Tochter CPB Contractors baut dort eine wichtige Wasser-Pipeline. Diese Projekte stützen den Auftragsbestand, der mit fast 80 Milliarden Euro ein Rekordniveau erreicht hat.
Skepsis trotz Wachstumsfantasie
Analysten mahnen trotz der vollen Auftragsbücher zur Geduld. Die Investmentbank Jefferies hob das Kursziel am 15. Juli zwar leicht auf 508 Euro an, belässt die Einstufung aber auf „Hold“. Bernstein Research sieht den Wert der Aktie indes bei 532,60 Euro.
Beide Häuser stufen den Titel neutral ein. Sie verweisen auf die bereits hohe Bewertung des Baukonzerns. Obendrein könnten allgemeine konjunkturelle Risiken das Wachstum bremsen. Die starke Nachfrage nach Rechenzentren bleibt jedoch der zentrale Treiber für die kommenden Jahre.
Im Juli veröffentlicht Hochtief den Bericht zum zweiten Quartal. Investoren achten dann besonders auf die operativen Margen bei den Großprojekten. Stabilisiert sich der Kurs nicht zeitnah, könnte das 52-Wochen-Hoch von 554,50 Euro für längere Zeit unerreicht bleiben.
Hochtief-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Hochtief-Analyse vom 20. Juli liefert die Antwort:
Die neusten Hochtief-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Hochtief-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 20. Juli erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Hochtief: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

