Nach dem holprigen DAX-Aufstieg kehrt bei Hochtief Ruhe ein. Der Baukonzern profitiert von einem neuen Gesetzentwurf aus Berlin. Die schwarz-rote Koalition will Verkehrsprojekte massiv beschleunigen.
Turbo für Verkehrsprojekte
Das geplante Infrastruktur-Zukunftsgesetz stuft zentrale Bauvorhaben künftig als überragendes öffentliches Interesse ein. Straßen, Brücken und Schienen sollen so schneller durch die Behörden kommen. Der Bundestag stimmt am morgigen Freitag ab.
Für den Infrastrukturriesen bedeutet das einen klaren Vorteil. Kürzere Wartezeiten führen zu früheren Umsätzen im Heimatmarkt. Gelder aus dem Sondervermögen fließen zügiger in die Fläche.
Naturschützer kritisieren den Kompromiss. Der Nabu fürchtet aufgeweichte Umweltstandards. SPD und CDU verteidigen das Gesetz indes als notwendigen Aufbruch.
Rekorde im Orderbuch
Die politische Rückendeckung trifft auf ein starkes operatives Fundament. Im Auftaktquartal kletterte der Umsatz auf 9,4 Milliarden Euro. Der operative Nettogewinn stieg um 30 Prozent auf 217 Millionen Euro.
Der wichtigste Treiber bleibt der Auftragsbestand. Er erreichte Ende März den Rekordwert von 79,3 Milliarden Euro. Etwa 90 Prozent dieser Aufträge stuft das Management als risikoarm ein.
Die Projekte reichen weit über klassische Straßenbauten hinaus. Hochtief baut einen riesigen Rechenzentrumscampus für Meta in den USA. Hinzu kommt die Beteiligung am Nuklearprogramm von Rolls-Royce.
Das Ziel: Für das Gesamtjahr peilt der Vorstand bis zu 1,025 Milliarden Euro Nettogewinn an.
Enger Markt treibt Kurse
Die massiven Kursschwankungen der vergangenen Tage haben einen strukturellen Grund. Der spanische Mutterkonzern ACS kontrolliert 80 Prozent der Anteile. Nur ein Fünftel der Papiere ist frei handelbar.
Die Folge: Umschichtungen von Indexfonds nach der DAX-Aufnahme trafen auf ein extrem knappes Angebot. Aktuell notiert das Papier bei 514,00 Euro. Seit Jahresbeginn steht damit ein sattes Plus von knapp 52 Prozent auf der Kurstafel.
Am morgigen Freitag entscheidet der Bundestag über das neue Gesetz. Ein positives Votum dürfte die Umsatzperspektiven im deutschen Markt weiter absichern. Mit dem prall gefüllten Orderbuch hat Hochtief seine Kapazitäten ohnehin bis weit ins nächste Jahr verplant.
Hochtief-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Hochtief-Analyse vom 25. Juni liefert die Antwort:
Die neusten Hochtief-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Hochtief-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 25. Juni erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Hochtief: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...


