Deutsche Bank Research hat gestern das Kursziel für Hochtief von 411 auf 403 Euro gesenkt und die Einstufung „Hold“ beibehalten. Laut dpa-AFX zogen die Aktien kurz vor Handelsschluss auf einen Bericht über strategische Überlegungen von ACS hin an. Am Freitag legte das Papier um 5,5% zu.

Analystin verweist auf Gegenwind für Turner-Wettbewerber

Die Kurszielsenkung folgte auf die Telefonkonferenz zu den Quartalszahlen. Analystin Isabella Baxter verwies auf den Ausverkauf bei KI-Aktien, höhere Zinsen und politische Gegenwinde bei Wettbewerbern der Hochtief-Tochter Turner.

Jefferies beließ Hochtief gestern nach dem Bericht über das Interesse von ACS an einer Komplettübernahme ebenfalls auf „Hold“. Das Kursziel beträgt weiterhin 493 Euro.

Bloomberg zufolge prüfe ACS unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen verschiedene strategische Optionen für Hochtief. Dazu zählten der Kauf der noch nicht gehaltenen Aktien oder eine Fusion. Im Zuge eines solchen Geschäfts erwäge ACS möglicherweise auch einen Börsengang von Turner in New York.

Neues Rechenzentrum nimmt Betrieb auf

Eine operative Nachricht meldeten gestern HOCHTIEF PPP Solutions und Palladio Partners: Ihr gemeinsam entwickeltes YEXIO-Rechenzentrum in Bad Lippspringe nahm den Betrieb auf. Die Anlage startet mit zwei Megawatt Kapazität.

Nach Unternehmensangaben handelt es sich um den zweiten deutschen Standort des geplanten europäischen Edge-Rechenzentrumsnetzes. Rund zwei Drittel der bestehenden YEXIO-Rechenzentrumskapazität seien bereits verkauft.

Für die ersten neun Monate 2026 meldete Hochtief einen operativen Konzerngewinn von 752 Millionen Euro. Das entspricht einem Anstieg um 40 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Auftragseingang erreichte 48,6 Milliarden Euro; der Auftragsbestand lag auf dem Rekordniveau von 90 Milliarden Euro.