Künstliche Intelligenz frisst Strom. Dieser Hunger treibt den Uransektor derzeit zu neuen Höchstständen. Während Rechenzentren weltweit expandieren, rückt die Kernkraft als stabiler Energielieferant wieder in den Fokus.

Cameco profitiert vom KI-Boom

Der Branchenriese Cameco lieferte für das erste Quartal 2026 starke Zahlen. Umsatz und das bereinigte EBITDA stiegen deutlich an. Die Produktion in den Kernminen McArthur River und Cigar Lake läuft stabil.

Die Unternehmensführung sieht einen klaren Trend. KI-integrierte Rechenzentren benötigen enorme Mengen an Grundlaststrom. Kernkraftwerke bieten hier eine zuverlässige Lösung. Parallel dazu wächst das Geschäft mit Reaktordienstleistungen.

Schnellere Genehmigungen für neue Reaktoren

Die US-Atomaufsicht NRC beschleunigt ihre Prozesse spürbar. Sie genehmigte kürzlich das Design-Konzept für das Aurora-Projekt von Oklo. Die Behörde halbierte die übliche Prüfungszeit für diesen Schritt.

In Kanada treibt NexGen Energy das Rook-I-Projekt voran. Nach den Umweltgenehmigungen im März 2026 folgen nun umfangreiche Bohrprogramme. Das Unternehmen will die hochgradigen Ressourcen im Patterson Corridor East weiter erschließen.

Markt reagiert auf operative Fortschritte

Analysten reagieren auf diese operativen Fortschritte mit höheren Kurszielen. Der Horizons Global Uranium Index ETF spiegelt diese Dynamik wider. Mit 63,30 CAD notiert der Fonds nur knapp unter seinem 52-Wochen-Hoch von 64,09 CAD.

Trotz eines leichten Tagesverlusts von 0,63 Prozent bleibt der Trend positiv. Auf Sicht von 30 Tagen legte der ETF um über 13 Prozent zu. Die Branche bereitet sich darauf vor, die weltweite Atomstrom-Produktion bis 2050 zu verdreifachen.