Howmet Aerospace blickt nach einem starken zweiten Quartal optimistischer auf das laufende Geschäftsjahr. Das Unternehmen profitierte zuletzt von einer massiven Nachfrage nach Flugzeugteilen und hob infolgedessen die Ziele für Umsatz und Gewinn deutlich an. Besonders das Geschäft mit Triebwerkskomponenten erwies sich dabei als Wachstumstreiber.
Erhöhte Prognosen für das Gesamtjahr
Aufgrund der positiven Geschäftsentwicklung hat das Management am 6. August die Erwartungen für das Gesamtjahr 2026 nach oben korrigiert. Laut Reuters wird nun ein Jahresumsatz in einer Spanne von 10,00 Milliarden bis 10,10 Milliarden US-Dollar angestrebt.
Auch beim bereinigten Gewinn je Aktie zeigt sich das Unternehmen zuversichtlicher und prognostiziert nun Werte zwischen 5,23 und 5,31 US-Dollar. Parallel dazu wurde die Erwartung für das bereinigte EBITDA auf 3,21 Milliarden bis 3,25 Milliarden US-Dollar angehoben, nachdem zuvor ein Korridor von 3,025 Milliarden bis 3,095 Milliarden US-Dollar avisiert worden war.
Für das laufende dritte Quartal stellt Howmet Aerospace einen Umsatz von etwa 2,575 Milliarden US-Dollar in Aussicht, wobei eine Schwankungsbreite von 10 Millionen US-Dollar eingeplant ist.
Im abgelaufenen zweiten Quartal erzielte das Unternehmen bereits einen Umsatz von 2,55 Milliarden US-Dollar und einen bereinigten Gewinn je Aktie von 1,33 US-Dollar. Diese Zahlen unterstreichen die derzeitige Dynamik im Luftfahrtsektor, die dem Zulieferer volle Auftragsbücher beschert.
Dynamik in den Kernsegmenten
Medienberichten zufolge trieb vor allem das Segment der Triebwerksprodukte das Wachstum voran. Der Umsatz in diesem Bereich stieg im Vergleich zum Vorjahr um 32 % auf fast 1,4 Milliarden US-Dollar.
Innerhalb dieses Segments kletterten die Erlöse in der zivilen Luftfahrt sogar um 37 % auf 770 Millionen US-Dollar. Auch der Bereich der internen Gasturbinen verzeichnete ein deutliches Plus von 38 % und steuerte 321 Millionen US-Dollar zum Ergebnis bei.
Zusätzlich zur operativen Stärke setzt Howmet Aerospace auf eine aktionärsfreundliche Kapitalallokation. Das Unternehmen gab bekannt, ein Aktienrückkaufprogramm im Volumen von 2,80 Milliarden US-Dollar abgeschlossen zu haben. Zudem wurde eine Quartalsdividende von 0,14 US-Dollar je Aktie deklariert. Diese soll am 25. August an die Aktionäre ausgeschüttet werden, die das Papier zum Stichtag am 7. August im Depot hielten.
Analystenlob und institutionelles Interesse
Die starken Quartalsergebnisse und der angehobene Ausblick lösten positive Reaktionen bei Analysten aus. Die Experten von JPMorgan Chase & Co. hoben am 10. August ihr Kursziel für die Aktie von 310 auf 350 US-Dollar an und bestätigten die Einstufung „Overweight“.
Das Vertrauen in das langfristige Potenzial des Unternehmens spiegelt sich auch in den Aktivitäten institutioneller Investoren wider. So erwarb GSA Capital Partners am Dienstag 3.891 Anteile, während am Mittwoch bekannt wurde, dass Danske Bank A/S ihre Position im zweiten Quartal um 471.853 Aktien aufgestockt hat.
An der Börse wird die Entwicklung des Unternehmens honoriert, auch wenn das Papier zuletzt etwas unter seinem Rekordniveau notierte. Vom 52-Wochen-Hoch trennt die Aktie derzeit ein Abstand von 13 %. Dennoch bleibt die bisherige Performance im laufenden Jahr beachtlich: Seit Jahresanfang verzeichnet der Wert ein Plus von 30 %. Der Kurs notiert damit weiterhin solide im Aufwärtstrend und liegt aktuell 11 % über seinem 200-Tage-Durchschnitt.
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