HP nutzte die Consumer Electronics Show 2025 in Las Vegas für eine breit angelegte Produktoffensive im Geschäftskundensegment. Am Montag stellte der PC-Hersteller mehrere neue Geräte vor, die auf KI-Leistung und hybride Arbeitsumgebungen ausgerichtet sind. Die Ankündigungen erfolgen zu einem Zeitpunkt, an dem die Aktie massiv unter Druck steht – der Titel notiert nahe seinem 52-Wochen-Tief bei 21,66 US-Dollar und hat in einem Jahr über 30 Prozent verloren.
Das neue EliteBook X G2 Portfolio umfasst verschiedene Prozessor-Varianten von AMD, Intel und Qualcomm. Die G2q-Version erreicht eine NPU-Leistung von bis 85 TOPS für KI-Anwendungen. Bestimmte Konfigurationen wiegen unter einem Kilogramm, während eine überarbeitete Bauweise die Austauschzeit der Tastatur um bis zu 80 Prozent verkürzen soll. Die EliteBook X G2a und G2q Modelle kommen im Frühjahr 2026 auf den Markt, die G2i und Flip G2i Varianten bereits im Februar – allerdings zunächst nur in ausgewählten Ausführungen.
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KI im Tastaturgehäuse – Gimmick oder Innovation?
Ungewöhnlich ist das EliteBoard G1a, ein Copilot+-PC, der komplett in eine schlanke Tastatur integriert wurde. Das 750 Gramm leichte Gerät mit 12 Millimeter Bauhöhe nutzt einen AMD Ryzen AI 300 Series Prozessor mit über 50 TOPS NPU-Leistung. HP Smart Sense und optionaler Akkubetrieb sollen flexible Arbeitseinsätze ermöglichen. Begleitet wird das EliteBoard vom Series 7 Pro 4K Monitor mit IPS Black- und Neo:LED-Technologie sowie 140W Thunderbolt 4-Anbindung. Beide Produkte sollen im März über HP.com verfügbar sein, Preise wurden noch nicht genannt.
Die Produktpalette richtet sich an Geschäftskunden in einer Zeit steigender Anforderungen. Laut HPs Work Relationship Index berichten 62 Prozent der Büroangestellten von wachsenden Erwartungen im vergangenen Jahr. Alle neuen Geräte sind als EPEAT 2.0 Gold Produkte registriert und mit HP Wolf Security ausgestattet, das hardwarebasierte Sicherheit einschließlich quantenresistenter Verschlüsselung bietet.
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Analysten senken reihenweise die Kursziele
Die Innovationsoffensive steht im scharfen Kontrast zur aktuellen Marktbewertung. UBS kappte das Kursziel von 29 auf 26 US-Dollar, Morgan Stanley reduzierte von 21 auf 20 Dollar, TD Cowen von 28 auf 26 Dollar – jeweils mit Hold-Rating. Bernstein bleibt bei Market Perform und 30 Dollar Ziel. Der Grund: Drastisch steigende Speicherpreise belasten die Gewinnprognosen für das Geschäftsjahr 2026. DRAM- und NAND-Kosten könnten den Gewinn je Aktie um bis zu 10 Prozent drücken.
Trotz des Kursrutsches sehen Analysten von InvestingPro die Aktie als unterbewertet auf Basis ihrer Fair-Value-Bewertung. Ob die neuen KI-PCs und Displays diese Einschätzung rechtfertigen können, wird sich erst in den kommenden Quartalen zeigen – wenn Verkaufszahlen und Margen Klarheit über die tatsächliche Nachfrage bringen.
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