Hudbay Minerals Aktie: Moody’s hebt Rating an

Moody's hebt Hudbay Minerals' Kreditrating an, nachdem das Unternehmen seine Schulden drastisch reduziert und eine starke Liquiditätsposition aufgebaut hat, obwohl das Quartalsergebnis Analystenerwartungen verfehlte.

Hudbay Minerals Aktie
Kurz & knapp:
  • Ratingagentur Moody's stuft von B1 auf Ba3 hoch
  • Nettoschulden massiv von 526 auf 20 Mio. USD gesenkt
  • Quartalsgewinn je Aktie verfehlt Erwartungen deutlich
  • Erstmalige Einführung einer vierteljährlichen Dividende

Hudbay Minerals hat am 20. Februar seine Quartalszahlen vorgelegt – und die Ratingagentur Moody’s reagiert prompt mit einem Upgrade. Das Kreditrating wurde von B1 auf Ba3 angehoben, die Perspektive ist stabil. Gleichzeitig gab es wichtige Fortschritte beim Copper Mountain Projekt in British Columbia. Doch der Aktienkurs rutschte nach den Zahlen um 2,04 Prozent auf 33,17 Dollar ab.

Schulden geschrumpft, Cash gestiegen

Der Grund für Moody’s positive Einschätzung liegt auf der Hand: Hudbay hat seine Nettoschulden binnen Jahresfrist von 526 Millionen Dollar auf nur noch 20 Millionen Dollar gedrückt. Das Verhältnis von Nettoverschuldung zu EBITDA sank von 0,6 auf praktisch null. Nach Abschluss des Joint Venture mit Mitsubishi beim Copper World Projekt verfügt das Unternehmen über eine bereinigte Kassenposition von 992 Millionen Dollar.

Die Zahlen für das Gesamtjahr 2025 unterstreichen die operative Stärke: Der Umsatz erreichte ein Rekordniveau von 2,2 Milliarden Dollar, das bereinigte EBITDA lag bei 1,1 Milliarden Dollar. Der Free Cashflow belief sich auf 388 Millionen Dollar, wobei allein 228 Millionen Dollar im vierten Quartal generiert wurden. Zum elften Mal in Folge erfüllte Hudbay seine Kupferproduktionsziele, zum fünften Mal nacheinander auch die Goldziele.

Die konsolidierten Cash-Kosten pro Pfund Kupfer verbesserten sich dramatisch auf minus 0,22 Dollar – ein Plus von 0,68 Dollar gegenüber dem Vorjahr. Das negative Vorzeichen signalisiert, dass die Erlöse aus Gold und anderen Nebenprodukten die Kupferförderkosten mehr als ausgleichen.

Quartalsergebnis enttäuscht Analysten

Trotz der starken Jahresbilanz verfehlte das vierte Quartal die Gewinnerwartungen deutlich. Der Gewinn je Aktie lag bei 0,22 Dollar – Analysten hatten 0,41 Dollar erwartet. Eine Abweichung von 46,6 Prozent, die den Kursrückgang am Veröffentlichungstag erklärt.

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Die Produktion im Schlussquartal belief sich auf 33.100 Tonnen Kupfer und 84.300 Unzen Gold. Der Umsatz erreichte 733 Millionen Dollar, das bereinigte EBITDA 386 Millionen Dollar. Der operative Cashflow vor Working-Capital-Veränderungen summierte sich auf 337 Millionen Dollar.

Die Peru-Operation in Constancia trug 25.000 Tonnen Kupfer und 33.000 Unzen Gold bei. In Manitoba normalisierten sich die Abläufe nach Waldbränden im Jahresverlauf – die Snow Lake Mine produzierte 47.000 Unzen Gold und 3.300 Tonnen Kupfer. Copper Mountain in British Columbia steuerte 4.700 Tonnen Kupfer und 4.000 Unzen Gold bei, wobei die Fertigstellung des SAG2-Umbauprojekts den Durchsatz ab 2026 erhöhen soll.

Copper World wird zum Wachstumsmotor

Das Copper World Projekt in Arizona bildet den Kern der Wachstumsstrategie. Durch die 30-Prozent-Beteiligung von Mitsubishi, die 600 Millionen Dollar einbrachte, reduzierte sich Hudbays Eigenkapitalbedarf auf rund 200 Millionen Dollar. Gleichzeitig stieg die interne Rendite für Hudbay auf 90 Prozent.

Die endgültige Machbarkeitsstudie und die Investitionsentscheidung sind für die zweite Jahreshälfte 2026 geplant. Ab 2029 könnte das Projekt die konsolidierte Kupferproduktion um mehr als 50 Prozent steigern.

New Ingerbelle Genehmigung erhalten

Parallel gab Hudbay am 20. Februar bekannt, dass die wichtigsten Genehmigungen für die New Ingerbelle Erweiterung bei Copper Mountain vorliegen. Das British Columbia Major Mines Office erteilte die geänderten Permits nach dem koordinierten Genehmigungsverfahren.

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Die Erweiterung sichert über 800 Arbeitsplätze und erschließt höhergradige Goldmineralisierung mit einem Stripping-Verhältnis, das etwa dreimal niedriger liegt als in den aktuellen Abbaugebieten. Über die Lebensdauer der Mine sollen auf Basis der aktuellen Reserven etwa 750.000 Tonnen Kupfer, 900.000 Unzen Gold und 5,5 Millionen Unzen Silber gefördert werden. Der Beitrag zum Bruttoinlandsprodukt British Columbias wird auf über 11,5 Milliarden Kanadische Dollar beziffert.

Hudbay schloss im Februar 2026 zudem erneuerte Beteiligungsvereinbarungen mit den Indigenous Groups Upper Similkameen Indian Band und Lower Similkameen Indian Band ab.

Ausblick 2026: Dividende eingeführt

Für das laufende Jahr rechnet das Management mit 110.000 bis 138.000 Tonnen Kupferproduktion und 217.000 bis 272.000 Unzen Gold. Die konsolidierten Kupfer-Cash-Kosten sollen zwischen minus 0,30 und minus 0,10 Dollar pro Pfund liegen.

Erstmals führt Hudbay eine vierteljährliche Dividende von 0,01 Kanadischen Dollar je Aktie ein. Die Kapitalallokationsstrategie zielt darauf ab, das Verhältnis von Nettoverschuldung zu EBITDA dauerhaft unter 1,0 zu halten.

Moody’s stuft die Liquidität als sehr gut ein. Neben den 569 Millionen Dollar Cash per 31. Dezember 2025 (922 Millionen Dollar nach Mitsubishi-Transaktion) stehen rund 425 Millionen Dollar aus der 450 Millionen Dollar Kreditlinie zur Verfügung, die bis November 2028 läuft. Für 2026 erwartet die Ratingagentur einen negativen Free Cashflow von 250 Millionen Dollar bei Kupferpreisen von 4,30 Dollar pro Pfund und Goldpreisen von 3.400 Dollar pro Unze.

Die Marktkapitalisierung hat sich binnen Jahresfrist von 3,1 Milliarden Dollar auf 9,8 Milliarden Dollar mehr als verdreifacht – getragen von steigenden Rohstoffpreisen und strategischer Weichenstellung. Die 52-Wochen-Spanne reicht von 8,49 bis 38,80 Dollar.

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