Die Talfahrt von Hydrogenpro setzt sich ungebremst fort. Am Mittwoch fiel die Aktie um weitere 9,5 Prozent auf 0,08 Euro. Damit markiert sie exakt ihr 52-Wochen-Tief – und steht 80 Prozent unter dem Hoch von 0,41 Euro, das sie im Mai erreicht hatte.
Der Abwärtstrend ist brutal. Allein in den vergangenen sieben Tagen verlor die Aktie knapp 60 Prozent, auf Monatssicht sogar 72 Prozent. Seit Jahresbeginn sind es Minus 55 Prozent, auf Zwölfmonatssicht Minus 74 Prozent. Kein Wunder, dass sich private und institutionelle Anleger fragen, wo der Boden liegt.
Extreme Volatilität
Die Schwankungen sind heftig. Die annualisierte 30-Tage-Volatilität liegt bei 167 Prozent – ein Wert, der für Anleger kaum kalkulierbar ist. Der RSI auf 14-Tage-Basis notiert bei 24,8 Punkten. Ein Wert unter 30 gilt klassisch als überverkauft.
Doch ob dieser Indikator diesmal eine Erholung signalisiert, ist fraglich. Der Aktienkurs liegt rund 63 Prozent unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 0,22 Euro. Auch die 200-Tage-Linie ist weit entfernt.
Gründe bleiben im Dunkeln
Konkrete Unternehmensmeldungen, die den jüngsten Einbruch erklären würden, fehlen. Hydrogenpro selbst hat zuletzt keine Gewinnwarnung oder operative Hiobsbotschaft veröffentlicht. Es scheint, als sei der Markt die Aktie einfach losgeworden.
Der Sektor für grünen Wasserstoff steht ohnehin unter Druck. Während andere Unternehmen vereinzelt über Projektfortschritte oder Finanzierungsrunden berichten, kann Hydrogenpro nicht mithalten. Die Aktie bleibt ein Spielball der Verunsicherung.
Aktuell notiert sie bei 0,08 Euro. Das ist eine Aktie im freien Fall – ohne Sicht auf eine klare Bodenbildung.
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