IBM hat Ende Februar 2026 zwei wichtige Neuigkeiten verkündet: einen Großauftrag vom US-Verteidigungsministerium über bis zu 112 Millionen Dollar sowie den jährlichen Bericht zur globalen Cyberbedrohungslage. Beides unterstreicht die Relevanz des Konzerns im Enterprise-Geschäft – doch die Aktie befindet sich gleichzeitig in einer der heftigsten Korrekturphasen seit Jahren.
Vertrag mit der Defense Commissary Agency
IBM wird das elektronische Preisauszeichnungssystem in den Supermärkten der US-Streitkräfte weltweit modernisieren. Der Fünfjahresvertrag umfasst Hardware-Wartung, Software-Lizenzen und Sicherheitsupdates für 177 Standorte in den USA sowie 58 neue Installationen in zwölf Ländern. Die internationalen Installationen sollen Anfang 2026 beginnen.
Der Deal reiht sich in IBMs wachsendes Behörden-Portfolio ein. Bereits zuvor hatte der Konzern einen Platz im SHIELD-Programm der Missile Defense Agency gesichert – ein Rahmenvertrag mit einem Volumen von bis zu 151 Milliarden Dollar über die Laufzeit.
X-Force-Bericht: KI verstärkt Angriffswellen
Parallel veröffentlichte IBM den X-Force Threat Intelligence Index 2026. Das zentrale Ergebnis: Cyberkriminelle nutzen grundlegende Sicherheitslücken mittlerweile massiv mit Hilfe von KI-Tools, die Schwachstellen schneller identifizieren als je zuvor. Die Zahl der Angriffe auf öffentlich zugängliche Anwendungen stieg um 44 Prozent – vor allem wegen fehlender Authentifizierung.
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Weitere Befunde: Aktive Ransomware-Gruppen nahmen um 49 Prozent zu, große Supply-Chain-Kompromittierungen vervierfachten sich seit 2020. Angriffe über Software-Entwicklungsumgebungen und SaaS-Integrationen werden zum Haupteinfallstor. Die Grenze zwischen staatlich gesteuerten und finanziell motivierten Angreifern verschwimmt zunehmend.
Der Report unterstützt IBMs Positionierung im Cybersecurity-Geschäft – einem Segment, das für die Umsatzentwicklung immer wichtiger wird.
Aktie unter Druck, Fundamentaldaten stabil
Die IBM-Aktie hat 2026 bislang rund 21,9 Prozent verloren. Am 23. Februar verzeichnete sie mit einem Minus von 13,2 Prozent den stärksten Tagesverlust seit über 25 Jahren. Auslöser war die Ankündigung von Anthropic, dass dessen Claude Code-Tool die Modernisierung von COBOL-Systemen automatisieren könne – ein Geschäft, das bisher aufwendige Beratungsprojekte erforderte.
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Nicht alle Analysten teilen die Marktsorgen. Evercore ISI hielt an seiner „Outperform“-Einstufung und dem Kursziel von 345 Dollar fest. Die Begründung: IBM verfügt bereits über eigene Modernisierungswerkzeuge wie watsonx Code Assistant for Z. Zudem läuft der aktuelle z17-Mainframe-Zyklus in den ersten drei Quartalen besser als der Vorgänger z16 – ein Indiz für solide Kundennachfrage.
Analysten argumentieren, dass IBMs Wachstumsmotor das KI- und Hybrid-Cloud-Geschäft sei, nicht die Beratungssparte. Der Markt verwechsle eine Bedrohung für ein Segment mit einem existenziellen Risiko für den gesamten Konzern.
Ausblick und offene Fragen
Für 2026 erwartet IBM ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von über fünf Prozent. Der Free Cashflow soll um rund eine Milliarde Dollar auf etwa 14 Milliarden steigen. Die Quartalsdividende von 1,68 Dollar je Aktie wird am 10. März ausgezahlt – IBM zahlt seit 1916 ununterbrochen.
Die watsonx-Plattform zeigt Traktion: Generative-KI-Buchungen überschritten bereits 12 Milliarden Dollar. Ob diese Dynamik mögliche Rückgänge im Beratungsgeschäft ausgleichen kann, bleibt abzuwarten. Das Consulting-Segment wuchs zuletzt nur um drei Prozent – vor der Claude-Code-Ankündigung. Sollten Kunden Code-Modernisierungen künftig verstärkt an KI-Tools statt an IBM-Berater vergeben, würde das einen Bereich mit fünf Milliarden Dollar Quartalsumsatz treffen.
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