IBM hat heute seine reguläre Quartalsdividende von 1,68 US-Dollar je Aktie ausgezahlt. Zeitgleich zeigt sich das Unternehmen auf der Produktseite aktiv: neue Sicherheitslösungen, ein KI-Innovationszentrum und eine breit diskutierte Frage nach der Zukunftsfestigkeit des Kerngeschäfts.
Cybersicherheit und Cloud im Fokus
Ende Februar veröffentlichte IBM seinen 2026 X-Force Threat Intelligence Index. Das Ergebnis ist deutlich: Angriffe über öffentlich zugängliche Netzwerkanwendungen stiegen global um 44 Prozent, Ransomware- und Erpressungsgruppen verzeichneten ein Plus von 49 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Für IBM dient der Bericht auch als Türöffner für eigene Lösungen.
Anfang März reagierte das Unternehmen mit dem Launch von „Secure Automated Backup with Compass for IBM Cloud“, entwickelt gemeinsam mit dem Datenmanagement-Spezialisten Cobalt Iron. Die SaaS-Lösung soll Unternehmensworkloads absichern – ob in der IBM Cloud, bei anderen Anbietern oder in lokalen Rechenzentren.
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KI-Ambitionen treffen auf Wettbewerbsdruck
Die Expansion kommt nicht ohne Gegenwind. Die Einführung von Anthropic’s Claude Code, einem KI-gestützten Tool zur Modernisierung von COBOL-Programmierungen, sorgt in der Branche für Diskussionen. Konkret geht es um möglichen Druck auf IBMs Mainframe-Ökosystem und die dazugehörigen Beratungsumsätze.
IBM setzt dem eine eigene KI-Offensive entgegen. Am 5. März eröffnete das Unternehmen in Bengaluru das Sangam Infrastructure Innovation Centre – ein Zentrum, das die Einführung sicherer KI-Systeme in Unternehmen beschleunigen soll. Ergänzt wird das durch das watsonx-Plattformgeschäft und Investitionen in Quantencomputing.
Die Aktie notiert derzeit rund zwölf Prozent unter ihrem Jahresanfangsniveau. Ob IBMs Produktoffensive den Kurs mittelfristig stabilisieren kann, hängt wesentlich davon ab, wie sich der Wettbewerbsdruck durch KI-Drittanbieter im Mainframe- und Consultinggeschäft entwickelt.
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