IBM hat 2026 bislang mit einer Reihe strategischer Ankündigungen auf sich aufmerksam gemacht — von einem Forschungsabkommen zu Chips der nächsten Generation bis hin zu einem neuen Fahrplan für Quantencomputing. Gleichzeitig lastet ein konkretes KI-Risiko auf dem Kurs. Die Frage ist, ob der Markt hier ein Problem für ein Segment mit einem Problem für das gesamte Unternehmen verwechselt.
Der Auslöser des Kursrückgangs
Der wesentliche Druckpunkt: Das KI-Unternehmen Anthropic kündigte an, COBOL-Systeme automatisiert modernisieren zu können. IBM gilt als einer der führenden Anbieter für genau diese Art von Legacy-Modernisierung — ein lukratives Geschäft mit Großunternehmen und Behörden. Die Ankündigung weckte Sorgen, dass externe KI-Tools künftig IBM-Dienstleistungen in diesem Bereich verdrängen könnten.
Das Ergebnis: Die Aktie notiert aktuell rund 20 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch. Analysten, die ihre Kursziele verteidigen, argumentieren jedoch, dass das eigentliche Wachstumsgeschäft nicht im Consulting liegt, sondern in der Software- und Hybrid-Cloud-Sparte.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei IBM?
Starke Zahlen als Gegengewicht
Die Fundamentaldaten liefern ein anderes Bild. Im vierten Quartal 2025 übertraf IBM die Erwartungen deutlich: Der Umsatz stieg auf 19,69 Milliarden Dollar gegenüber einer Konsensschätzung von 19,23 Milliarden, der bereinigte Gewinn je Aktie lag mit 4,52 Dollar über dem erwarteten Wert von 4,32 Dollar. Der Jahresumsatz wuchs um 12 Prozent.
Besonders stark entwickelten sich die Softwaresparte mit einem Umsatzplus von 14 Prozent sowie das IBM-Z-Mainframe-Geschäft, das um 67 Prozent zulegte. Das KI-Auftragsvolumen belief sich zum Jahresende 2025 auf über 12,5 Milliarden Dollar — ein Wert, den CEO Arvind Krishna persönlich kommunizierte. Der freie Cashflow erreichte 14,7 Milliarden Dollar, ein Anstieg von 2 Milliarden gegenüber dem Vorjahr.
Langfristige Wetten auf Chip- und Quantentechnologie
Am 10. März vereinbarten IBM und Lam Research eine fünfjährige Forschungskooperation zur Entwicklung von Prozessen und Materialien für Chips unterhalb der 1-Nanometer-Grenze. Die Arbeit findet am IBM Research Albany NanoTech Complex statt — einer Forschungseinrichtung, deren Ergebnisse typischerweise erst Jahre später in die Serienproduktion bei Foundries wie TSMC einfließen. Volumenproduktion vor Anfang der 2030er Jahre gilt als unwahrscheinlich.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei IBM?
Zwei Tage später, am 12. März, veröffentlichte IBM einen neuen Entwicklungsplan für quantenzentriertes Supercomputing. Bereits auf dem Q4-Earnings-Call hatte Krishna bestätigt, dass IBM auf Kurs sei, bis 2029 den ersten großskaligen Quantencomputer auszuliefern.
Analysten bleiben konstruktiv
Trotz des Kursrückgangs bleibt die Wall Street überwiegend positiv gestimmt. 13 Analysten, die IBM abdecken, vergeben im Konsens ein „Buy“-Rating mit einem durchschnittlichen Kursziel von 318,92 Dollar. Bank of America Securities bekräftigte am 10. März ihre Kaufempfehlung nach einem Gespräch mit dem Management.
Für das Gesamtjahr 2026 erwartet IBM ein Umsatzwachstum von mehr als 5 Prozent — Analysten prognostizieren 4,6 Prozent. Der freie Cashflow soll um weitere eine Milliarde Dollar steigen. Ob das ausreicht, um die Bewertungslücke zum 52-Wochen-Hoch zu schließen, hängt maßgeblich davon ab, wie sich das KI-Softwaregeschäft im laufenden Jahr entwickelt.
IBM-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue IBM-Analyse vom 14. März liefert die Antwort:
Die neusten IBM-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für IBM-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 14. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
IBM: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

