Wenige Tage vor der Veröffentlichung der Ergebnisse für das erste Quartal sieht sich IBM mit einer seltenen Einigkeit an der Wall Street konfrontiert. Gleich drei große Investmentbanken haben ihre Erwartungen für den Technologiekonzern zeitgleich nach unten korrigiert. Während geopolitische Risiken und Währungseffekte auf die Stimmung drücken, liefert eine vorgezogene Übernahme immerhin ein positives Signal.
Analysten stutzen die Erwartungen
Needham, Stifel und BMO Capital Markets haben in dieser Woche unabhängig voneinander ihre Kursziele für den IT-Riesen spürbar gesenkt. Die Gründe für diese Anpassungen überschneiden sich deutlich. Analyst David Grossman von Needham verweist auf mögliche Störungen durch die geopolitische Instabilität in der Golfregion, die sowohl den Softwareverkauf als auch das Dienstleistungsgeschäft belasten könnten.
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Hinzu kommen ungünstige Wechselkurseffekte, die auch von Stifel als wesentlicher Gegenwind identifiziert wurden. BMO Capital Markets sieht zudem einen Druck auf die Bewertungsmultiplikatoren im gesamten Softwaresektor, belässt die Einstufung für die Aktie aber auf einem neutralen Niveau.
An der Börse spiegelt sich diese vorsichtige Haltung bereits wider: Mit einem aktuellen Kurs von 206,70 Euro notiert das Papier knapp 13 Prozent unter seiner 200-Tage-Linie und verzeichnet seit Jahresbeginn ein Minus von rund 17 Prozent.
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Lichtblicke und Ausblick
Trotz der gedämpften kurzfristigen Aussichten erkennen die Experten auch stabilisierende Faktoren. BMO hebt das diversifizierte Produktportfolio, die Fortschritte bei Künstlicher Intelligenz und Quantencomputing sowie die verlässliche Dividende hervor. Ein konkreter operativer Erfolg ist zudem der schneller als erwartete Abschluss der Confluent-Übernahme, der von den Analysten einhellig als positiver Treiber für das Softwaregeschäft gewertet wird.
Am 22. April wird IBM seine Bücher für das erste Quartal 2026 öffnen. Marktbeobachter rechnen mit Ergebnissen im Rahmen der bisherigen Prognosen, da das Auftaktquartal historisch bedingt ohnehin schwächer ausfällt. Die Aufmerksamkeit der Investoren wird sich bei der Präsentation vor allem auf das Management-Update zur Nachfrage im KI-Segment, die Entwicklung der Hybrid-Cloud-Aufträge und die ersten Integrationsschritte der Confluent-Übernahme richten.
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