IBM vollzieht den Wandel zum Software-Konzern. Das Unternehmen schloss die Übernahme von Confluent bereits Mitte März ab. Das bringt im ersten Quartal frischen Umsatz. Die Kehrseite: Im zweiten Quartal droht eine Gewinnverwässerung.
Analysten passen Erwartungen an
Die Bank of America (BofA) reagierte prompt auf den frühen Abschluss des Confluent-Deals. Die Analysten senkten das Kursziel von 340 auf 300 US-Dollar. Sie behalten ihre Kaufempfehlung aber bei. Der Zukauf steuert im laufenden Quartal voraussichtlich 50 Millionen US-Dollar zum Umsatz bei. Im zweiten Quartal rechnet BofA-Analyst Wamsi Mohan jedoch mit einer Verwässerung des Gewinns je Aktie. Er schätzt den negativen Effekt auf rund 0,15 US-Dollar. Trotzdem sieht die Bank den Konzern gut positioniert. Sie verweist auf margenstarke Software und eine attraktive Bewertung mit einem PEG-Ratio von 0,28.
Auch die US-Bank Citi nahm die Bewertung kürzlich auf. Sie startete mit einem Kursziel von 285 US-Dollar und einer Kaufempfehlung. Die Experten loben besonders die Basis für Künstliche Intelligenz. IBM punktet hier mit Datenbanken und hybriden Cloud-Lösungen. Passend dazu betonte Finanzchef Jim Kavanaugh am Dienstag an der New Yorker Börse die neue Ausrichtung. Er sieht seine Rolle zunehmend als Co-Architekt für KI. Die Kapitalallokation wird zum strategischen Werkzeug in der neuen Wirtschaft.
Blick auf die Quartalszahlen
An der Börse spiegelt sich der Umbau noch nicht im Kurs wider. Die Aktie notiert aktuell bei 203,65 Euro. Seit Jahresbeginn verzeichnet das Papier ein Minus von rund 18 Prozent. Der Abstand zum 50-Tage-Durchschnitt beträgt derzeit 6,44 Prozent.
Die Folge: Investoren blicken auf den 22. April. Dann präsentiert IBM die Ergebnisse für das erste Quartal. Analysten erwarten einen Gewinn von 1,81 US-Dollar je Aktie. Das wäre ein Plus von gut 13 Prozent zum Vorjahr. Der Umsatz soll 15,59 Milliarden US-Dollar erreichen. Die Software-Sparte liefert mittlerweile 45 Prozent der Erlöse. Ein Auftragsbestand von über 12,5 Milliarden US-Dollar im KI-Bereich stützt dabei die langfristigen Ziele für das Gesamtjahr.
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