Die Zahlen zum vierten Quartal 2025 liegen vor – und sie überzeugten die Anleger nicht. ICL Israel Chemicals meldete einen Gewinn je Aktie von 0,09 Dollar, während Analysten mit 0,10 Dollar gerechnet hatten. Auch beim Umsatz blieb der israelische Spezialchemie-Konzern hinter den Erwartungen zurück: 1,7 Milliarden Dollar standen 1,79 Milliarden Dollar Prognose gegenüber. Die Reaktion ließ nicht auf sich warten – im vorbörslichen Handel sackte die Aktie um gut 5 Prozent auf 5,52 Dollar ab.
Belastung durch Wechselkurse und Rohstoffkosten
Trotz des Rückschlags im vierten Quartal kann ICL auf ein insgesamt solides Geschäftsjahr 2025 zurückblicken. Der Umsatz kletterte auf Jahressicht um 5 Prozent auf 7,15 Milliarden Dollar. Das bereinigte EBITDA lag bei 1,49 Milliarden Dollar – ein leichtes Plus gegenüber dem Vorjahr. Besonders erfreulich entwickelten sich die Preise für Kali und Brom, zwei wichtige Säulen des Geschäfts.
Doch die Freude wird durch erhebliche Gegenwinds getrübt. Die Schwefelkosten explodierten regelrecht: Musste ICL vor eineinhalb Jahren noch 140 bis 150 Dollar pro Tonne zahlen, sind es mittlerweile über 500 Dollar. Schwefel ist der wichtigste Rohstoff für die Phosphat-Produktion – entsprechend drückt die Verteuerung auf die Margen. Hinzu kommt der starke Schekel, der dem israelischen Konzern zusätzlich zu schaffen macht. Mit rund 1 Milliarde Dollar Schekel-Exposure bedeutet jede prozentuale Aufwertung einen Gewinnrückgang von etwa 10 Millionen Dollar.
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Strategischer Umbau im Gange
ICL reagiert auf die veränderten Rahmenbedingungen mit einem konsequenten Strategiewechsel. Im Januar 2026 sicherte sich das Unternehmen rund 50 Prozent an Bartek Ingredients, dem Weltmarktführer für Apfel- und Fumarsäure in Lebensmittelqualität. Die Akquisition passt zur neuen Ausrichtung auf zwei Wachstumsfelder: Spezialnahrungsmittel und Spezial-Pflanzenernährung.
Gleichzeitig trennt sich ICL von weniger profitablen Aktivitäten. Die Projekte für LFP-Batteriematerialien in den USA und Spanien wurden eingestellt – eine Entscheidung, die angesichts der veränderten Marktlage in der Elektromobilität nachvollziehbar erscheint. Auch die britischen Boulby-Anlagen stehen zum Verkauf. Diese Bereinigungen führten im vierten Quartal zu Sonderbelastungen von über 130 Millionen Dollar, was den Nettoverlust von 73 Millionen Dollar erklärt.
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Vorsichtiger Ausblick trotz Verbesserungen
Für 2026 peilt ICL ein bereinigtes EBITDA zwischen 1,4 und 1,6 Milliarden Dollar an – im Mittel entspricht das etwa dem Vorjahresniveau. Bei Kali rechnet das Management mit Verkaufsmengen von 4,5 bis 4,7 Millionen Tonnen, nachdem operative Verbesserungen am Toten Meer und in Spanien die Produktion stabilisierten. Die spanischen Werke erzielten im vierten Quartal sogar einen Produktionsrekord.
Brasilien bleibt ein Sorgenkind. Das Land macht etwa ein Drittel des Geschäfts mit Pflanzennährstoffen aus, doch hohe Zinsen von 15 Prozent und knappe Kredite belasten die Farmer. Distributoren geraten zwischen Lieferanten und Landwirten in die Zange – eine unangenehme Position. CFO Aviram Lahav sieht das Land aber am Tiefpunkt und erwartet für 2026 eine Verbesserung. Die Erfahrung zeige, dass ICL solche Phasen erfolgreich meistern könne, sofern man risikobewusst agiere.
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