IDFC First Bank steht vor einer Phase der Konsolidierung. Während das operative Geschäft zweistellig wächst, belastet ein Vorfall in Chandigarh das Ergebnis. Anleger blicken nun darauf, wie schnell die Bank diesen operativen Dämpfer abschütteln kann.

Einmaleffekt drückt auf das Quartalsergebnis

Der Nettogewinn für das vierte Quartal stieg um fünf Prozent auf 319 Crore Rupien. Dieses Ergebnis ist bemerkenswert, da ein operativer Zwischenfall in Chandigarh die Bilanz mit 483 Crore Rupien nach Steuern belastete. Das Management verbuchte diesen Betrag bereits vollständig als Aufwand.

Parallel dazu legte der Zinsüberschuss um 16 Prozent auf 5.677 Crore Rupien zu. Eine Steuererstattung von 130 Crore Rupien half dabei, die Sonderbelastung teilweise abzufedern.

Der Aktienkurs verharrte zuletzt bei 69,75 Rupien in einer Konsolidierungsphase. Die Marktteilnehmer wägen derzeit ab, ob das starke Kerngeschäft die einmaligen operativen Risiken dauerhaft überwiegt.

Margendruck und Einlagenwachstum

Die Nettozinsmarge ging minimal auf 5,93 Prozent zurück. Im Vorjahr lag dieser Wert noch bei 5,95 Prozent.

Indes wuchsen die Kundeneinlagen um 17 Prozent auf 2,84 Lakh Crore Rupien. Das Verhältnis von Giro- und Sparkonten (CASA-Quote) lag zum Geschäftsjahresende bei soliden 49,8 Prozent.

Kreditqualität verbessert sich deutlich

Bei der Kreditqualität zeigt der Trend nach oben. Die Quote der notleidenden Kredite sank auf 1,61 Prozent, nachdem sie im Vorjahr noch bei 1,87 Prozent gelegen hatte. Damit schneidet das Institut besser ab als der indische Bankensektor, der im Schnitt eine Quote von 2,1 Prozent aufweist.

Die Bank setzt verstärkt auf das margenstarke Privatkundengeschäft. Die Anzahl der ausgegebenen Kreditkarten überstieg zuletzt die Marke von 4,5 Millionen. Die Stabilität der CASA-Quote bleibt in der neuen Handelswoche der entscheidende Indikator für die Refinanzierung des Kreditwachstums von 20 Prozent.