Das Biotech-Unternehmen überrascht mit starken vorläufigen Zahlen und einer bahnbrechenden Initiative für die KI-gestützte Wirkstoffentwicklung. Die Aktie schoss daraufhin um über 2 Prozent nach oben auf 148,51 Dollar. Doch was steckt hinter diesem plötzlichen Stimmungsumschwung?
Am 13. Januar 2026 legte Illumina vorläufige Ergebnisse für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025 vor – und die übertrafen die Erwartungen der Analysten deutlich. Der Umsatz im Schlussquartal erreichte rund 1,155 Milliarden Dollar, während die Experten nur 1,1 Milliarden Dollar auf dem Zettel hatten. Beim Gewinn je Aktie zeigte sich ein ähnliches Bild: 1,27 bis 1,30 Dollar (bereinigt) statt der prognostizierten 1,21 Dollar.
Auch auf Jahressicht überzeugte das Unternehmen. Mit einem Umsatz von 4,34 Milliarden Dollar lag Illumina über den Analystenprognosen von 4,28 Milliarden Dollar. Der bereinigte Gewinn je Aktie bewegte sich zwischen 4,76 und 4,79 Dollar – erneut besser als die Markterwartung von 4,70 Dollar. Besonders bemerkenswert: Ohne das China-Geschäft legte der Umsatz im vierten Quartal um 7 Prozent zu.
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KI-Revolution in der Medikamentenforschung?
Parallel zu den Quartalszahlen verkündete Illumina eine strategische Initiative, die das Potenzial hat, die Pharmaindustrie umzukrempeln. Der „Illumina Billion Cell Atlas“ soll innerhalb von drei Jahren einen Datensatz mit 5 Milliarden Zellen aufbauen – die bisher umfassendste Karte menschlicher Krankheitsbiologie.
Die Zusammenarbeit mit Schwergewichten wie AstraZeneca, Merck und Eli Lilly unterstreicht die Tragweite des Projekts. Das Ziel: Künstliche Intelligenz für die Wirkstoffentwicklung massiv beschleunigen. Merck kündigte bereits an, den Atlas zu nutzen, um präzisionsmedizinische Ansätze in der gesamten Entwicklungspipeline voranzutreiben.
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Diese genomweite Datenbank genetischer Störungen könnte der Schlüssel sein, um Medikamente schneller und zielgerichteter zu entwickeln. Für Illumina bedeutet das eine zentrale Rolle im rasant wachsenden Markt der KI-gestützten Arzneimittelforschung – ein Bereich, der bislang unterschätzt wurde.
Die vollständigen Geschäftszahlen für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025 will das Unternehmen am 5. Februar 2026 nach Börsenschluss veröffentlichen. Die vorläufigen Ergebnisse unterliegen noch der Prüfung und können sich ändern. Doch die Kombination aus soliden Finanzdaten und einem visionären Großprojekt verschafft der Aktie neuen Schwung.
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