Starke Verkaufszahlen, schwache rechtliche Position — bei ImmunityBio klaffen operatives Geschäft und juristische Realität derzeit weit auseinander. Das Biotech-Unternehmen verzeichnet für sein Krebsmedikament Anktiva die bisher stärkste Nachfrage seit Markteinführung. Ein behördlicher Fehltritt und eine wachsende Welle von Sammelklagen überschatten den kommerziellen Erfolg.
Anktiva treibt das Wachstum
Auf der Vertriebsseite zeigt die Kurve steil nach oben. Im ersten Quartal 2026 erwirtschaftete ImmunityBio einen vorläufigen Nettoproduktumsatz von rund 44 Millionen US-Dollar. Das entspricht einem Sprung von 168 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Parallel dazu stieg der Absatz um den gleichen Faktor, was auf eine echte Marktdurchdringung und nicht nur auf Preiseffekte hindeutet.
Das Polster für weitere Expansionen ist vorhanden. Ende März verfügte das Unternehmen über liquide Mittel in Höhe von knapp 381 Millionen US-Dollar. Die kommerzielle Dynamik reicht mittlerweile über den US-Markt hinaus. Seit wenigen Tagen ist Anktiva auch in Saudi-Arabien für bestimmte Indikationen von Blasen- und Lungenkrebs verfügbar.
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Juristischer Druck steigt
Den operativen Fortschritten steht ein massives rechtliches Problem gegenüber. Mitte März rügte die US-Gesundheitsbehörde FDA den CEO Richard Adcock in einem Warnbrief. Ein Fernsehwerbespot und ein Podcast hätten die Fähigkeiten von Anktiva falsch dargestellt. Die Veröffentlichung dieses Schreibens schickte die Aktie Ende März auf Talfahrt und radierte fast zwei Milliarden US-Dollar an Marktwert aus.
Inzwischen formiert sich juristischer Widerstand. Erst am Montag bekräftigte eine Kanzlei ihre Klage gegen ImmunityBio und Gründer Patrick Soon-Shiong. Aktionäre werfen dem Management vor, Investoren über die regulatorischen Risiken und Geschäftsaussichten getäuscht zu haben. Geschädigte Anleger haben bis Ende Mai Zeit, sich als Hauptkläger zu registrieren.
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Reaktion und Pipeline-Katalysatoren
Das Management steuert aktiv gegen. Anfang April reichte ImmunityBio eine umfassende Stellungnahme bei der FDA ein. Das Unternehmen entfernte den umstrittenen Podcast, bestätigte die Nicht-Ausstrahlung des TV-Spots und kündigte strengere interne Prüfprozesse für Werbematerialien an.
Abseits der juristischen Schauplätze treibt das Biotech-Unternehmen seine klinische Forschung voran. Die randomisierte Studie QUILT-2.005 ist vollständig rekrutiert. Ein unabhängiges Datenkontrollkomitee bestätigte, dass keine weiteren Patienten benötigt werden. Für das laufende Jahr plant ImmunityBio die Einreichung eines ergänzenden Zulassungsantrags.
Auch im Bereich Glioblastom stehen konkrete Datenpunkte an. In der Studie QUILT-3.078 wurde das mediane Gesamtüberleben noch nicht erreicht, während kontrollierte Studien für Erst- und Zweitlinienpatienten in Vorbereitung sind. Diese klinischen Fortschritte bilden in den kommenden Monaten das fundamentale Gegengewicht zu den anhaltenden Rechtsstreitigkeiten.
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