Ein Podcast-Auftritt, ein FDA-Brief, ein Kurssturz von über 20 Prozent — und jetzt zwei weitere Anwaltskanzleien, die Investoren zur Sammelklage mobilisieren. Bei ImmunityBio verdichtet sich ein Rechtsstreit, der direkt auf Aussagen des Gründers zielt.
Was Patrick Soon-Shiong sagte — und was die FDA dazu meint
Am 19. Januar 2026 trat ImmunityBios Executive Chairman Patrick Soon-Shiong in einem Direct-to-Consumer-Podcast auf. Titel: „Is the FDA BLOCKING Life Saving Cancer Treatments?“ Dort erklärte er, ANKTIVA sei zwar für Blasenkrebs zugelassen, könne aber „tatsächlich alle Krebsarten behandeln“. Die FDA sah das anders.
In einem Warnbrief vom 13. März 2026 — öffentlich gemacht am 24. März — stellte die Behörde fest, dass Podcast und ein TV-Werbespot ANKTIVA falsch dargestellt hätten. Verschärfend: Bereits im September 2025 und Januar 2026 hatte die FDA Untitled Letters an Altor BioScience, eine Tochtergesellschaft von ImmunityBio, verschickt — wegen ähnlicher Verstöße. Das Unternehmen habe die Werbung trotzdem fortgesetzt.
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Die Klagen von Kessler Topaz Meltzer & Check sowie der Rosen Law Firm, beide eingereicht am 19. April 2026, werfen dem Management vor, ANKTIVAs Wirkungspotenzial wesentlich übertrieben und Investoren damit in die Irre geführt zu haben. Die Frist zur Anmeldung als Hauptkläger läuft am 26. Mai 2026 ab.
Zwei Milliarden weg — in einer Sitzung
Der Markt reagierte scharf, als der FDA-Brief publik wurde. Die Aktie fiel am 24. März um rund 21 Prozent — von 9,40 Dollar auf 7,41 Dollar. Die Marktkapitalisierung schrumpfte innerhalb eines Handelstages um knapp zwei Milliarden Dollar.
ImmunityBio reagierte: Am 6. April reichte das Unternehmen eine umfassende Antwort bei der FDA ein, entfernte den Podcast von der eigenen Website und bestätigte, dass der TV-Spot nie ausgestrahlt worden sei. Soon-Shiong betonte, sein Podcast-Auftritt sei „wissenschaftlicher Kommentar“ gewesen — die FDA habe ihn als „Werberede“ eingestuft.
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Rekordwachstum als Gegengewicht
Operativ läuft das Geschäft. ImmunityBio meldete für das erste Quartal 2026 einen vorläufigen Nettoprodukterlös von rund 44,2 Millionen Dollar — ein Anstieg von 168 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Das Unternehmen schloss das Quartal mit liquiden Mitteln von knapp 381 Millionen Dollar ab.
Im März reichte ImmunityBio außerdem einen ergänzenden Zulassungsantrag bei der FDA ein — für ANKTIVA in Kombination mit BCG bei einer weiteren Blasenkrebsindikation. Neue klinische Studien wurden nicht angefordert.
ANKTIVA ist inzwischen in fünf Regulierungsjurisdiktionen zugelassen, was rund 34 Länder abdeckt. Das Wachstum ist real — die Frage ist, wie schwer der Rechtsstreit auf der Bewertung lastet, solange das Verfahren in Kalifornien läuft.
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