Ein Kursrückgang von 21 Prozent an einem einzigen Handelstag — das ist keine Routine. Auslöser war eine formelle Warnung der FDA, die dem Unternehmen und seinem Führungspersonal irreführende Werbeaussagen vorwirft. Kurz darauf kündigte eine Anwaltskanzlei eine Untersuchung wegen möglicher Verstöße gegen Wertpapiergesetze an.
Was die FDA beanstandet
Die Behörde richtete ihren Warnbrief direkt an CEO Richard Adcock und Executive Chairman Dr. Patrick Soon-Shiong. Konkret geht es um Aussagen in TV-Werbespots und einem Podcast-Auftritt im Januar 2026. Soon-Shiong hatte Anktiva dort als „Krebsimpfstoff“ bezeichnet, der potenziell „alle Krebsarten behandeln“ oder sogar „Krebs heilen“ könne.
Das Problem: Anktiva ist bislang ausschließlich für eine spezifische Form des nicht-muskelinvasiven Blasenkrebses zugelassen. Pflichtangaben zu Risiken wie möglichen Harnwegsinfektionen fehlten in den Werbematerialien laut FDA vollständig. Besonders brisant: Die Behörde hatte das Unternehmen bereits am 9. September 2025 und am 7. Januar 2026 auf entsprechende Verstöße hingewiesen — ohne Wirkung.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei ImmunityBio?
Rechtliche Konsequenzen und ein gemischtes Bild
Die Anwaltskanzlei Kaplan Fox eröffnete am 24. März 2026 eine Untersuchung, ob ImmunityBio Investoren gegenüber irreführende Angaben zur Wirksamkeit und zum Zulassungsstatus von Anktiva gemacht hat.
Gleichzeitig reichte das Unternehmen an demselben Tag eine erneute Zulassungsanfrage (sBLA) für Anktiva in Kombination mit BCG zur Behandlung von papillärem Blasenkrebs ein — eine Anwendung, die die FDA im Mai 2025 zunächst abgelehnt hatte. Die zugrunde liegende Studie QUILT-3.032 zeigt eine 12-Monats-Überlebensrate von 58,2 Prozent und eine Blasenerhaltungsrate von 81,8 Prozent über 36 Monate. Die Nachricht konnte den Kursdruck nicht abfedern: Im nachbörslichen Handel fiel die Aktie auf 7,17 USD.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei ImmunityBio?
Starker Vorjahresanstieg trifft auf schwache Fundamentaldaten
Der Einbruch trifft eine Aktie, die seit Ende 2025 rund 275 Prozent zugelegt hatte — getrieben von Erwartungen rund um den globalen Onkologiemarkt. Für das Geschäftsjahr 2025 meldete ImmunityBio einen Nettoverlust von 351,4 Millionen USD. Die Marktkapitalisierung liegt derzeit bei rund 8,3 Milliarden USD.
Einen positiven Impuls lieferte zumindest die internationale Expansion: Einen Tag vor dem Kurseinbruch, am 23. März 2026, genehmigte Macau Anktiva für bestimmte Blasenkrebsindikationen — der erste asiatische Marktzulassung im Rahmen einer geplanten Einführung in 34 Ländern und Regionen. Ob diese Fortschritte ausreichen, um das beschädigte Vertrauen der Investoren zurückzugewinnen, hängt maßgeblich davon ab, wie die FDA auf die erneute sBLA-Einreichung reagiert und ob die laufende Wertpapierrechtsprüfung weitere Konsequenzen nach sich zieht.
ImmunityBio-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue ImmunityBio-Analyse vom 25. März liefert die Antwort:
Die neusten ImmunityBio-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für ImmunityBio-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 25. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
ImmunityBio: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

