Ein einziger Podcast-Auftritt kommt ImmunityBio teuer zu stehen. Weil der Vorstandschef die Wirksamkeit des Krebsmittels Anktiva öffentlich übertrieben hat, schritt die US-Gesundheitsbehörde FDA ein. Die Folge ist ein massiver Vertrauensverlust an der Börse, der nun in einer organisierten Klagewelle von Aktionären mündet.
Falsche Versprechungen kosten Milliarden
Der Auslöser der aktuellen Situation liegt im Januar 2026. In einem Podcast behauptete Patrick Soon-Shiong, Gründer und medizinischer Leiter des Unternehmens, das Medikament Anktiva könne alle Krebsarten behandeln. Die FDA stufte diese Aussage als falsch und irreführend ein. Sie stellte fest, dass die Verbreitung des Mittels unter diesen Behauptungen gegen Bundesrecht verstößt.
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Als diese regulatorische Rüge Ende März bekannt wurde, reagierte der Markt drastisch. Der Aktienkurs brach an einem einzigen Handelstag um über 21 Prozent ein. Fast zwei Milliarden US-Dollar an Marktkapitalisierung wurden dabei vernichtet. Dieser Abverkauf verschärfte eine bereits angespannte Lage. Schon im Januar war die Aktie nach enttäuschenden Zwischenergebnissen einer Studie zu Glioblastom-Patienten deutlich unter Druck geraten. Mehrere Kanzleien bündeln nun die Interessen geschädigter Investoren für eine Sammelklage wegen Wertpapierbetrugs.
Schuldentausch und klinische Fortschritte
Inmitten der juristischen Auseinandersetzungen zieht eine Transaktion der Führungsebene die Aufmerksamkeit auf sich. Über die verbundene Gesellschaft Nant Capital wandelte Soon-Shiong Schulden in Höhe von 25 Millionen US-Dollar in rund 4,6 Millionen neue Aktien um. Diese Maßnahme verringert die ausstehenden Verbindlichkeiten des Unternehmens und sorgte kurzfristig für eine leichte Kurserholung von etwa sieben Prozent.
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Gleichzeitig versucht das Biotech-Unternehmen, mit operativen Fortschritten gegenzusteuern. Das Medikament Anktiva erhielt in Macau die erste Zulassung im asiatischen Raum. Zudem wurde die Therapie in die aktuellen NCCN-Richtlinien für Blasenkrebs aufgenommen.
Die juristische Aufarbeitung der FDA-Rüge wird das Unternehmen in den kommenden Monaten intensiv begleiten. Aktionäre haben bis zum 26. Mai 2026 Zeit, sich als Hauptkläger für das Verfahren zu registrieren. Parallel dazu treibt ImmunityBio die klinische Entwicklung voran und plant für den weiteren Jahresverlauf die Einreichung eines ergänzenden Zulassungsantrags auf Basis der vollständig rekrutierten QUILT-2.005-Studie.
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