Nach den jüngsten Turbulenzen um irreführende Werbeversprechen sendet ImmunityBio ein starkes operatives Signal. Mit einem frischen Finanzierungspaket von 100 Millionen US-Dollar treibt das Biotech-Unternehmen seine globale Expansion massiv voran. Im Zentrum steht dabei das Krebsmedikament Anktiva, das nach einem rasanten Umsatzwachstum nun den internationalen Markt erobern soll.
Kapital für den globalen Rollout
Das Herzstück der aktuellen Entwicklung ist eine Finanzierungsspritze, die dem Unternehmen den Rücken stärkt. Von den gesicherten 100 Millionen US-Dollar stammen 75 Millionen aus nicht-verwässernden Mitteln von Oberland Capital. Dieses Geld fließt direkt in die sogenannte „Immunotherapy 2.0“-Initiative. Ziel ist es, die Behandlungen in rund 34 Ländern auf den Markt zu bringen.
Das Fundament für diese Pläne liefert das Medikament Anktiva. Im vergangenen Jahr schossen die Umsätze hier um 700 Prozent auf 113 Millionen US-Dollar in die Höhe. Für 2026 rechnet das Management, gestützt durch den geplanten internationalen Rollout und mögliche neue Anwendungsgebiete, bereits mit Erlösen von 195 Millionen US-Dollar.
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Analysten und Insider zeigen Vertrauen
Diese ehrgeizigen Ziele spiegeln sich in den Einschätzungen der Experten wider. Die Analysten von D. Boral Capital bestätigten kürzlich ihre Kaufempfehlung und sehen das Kursziel bei 23 US-Dollar. Das impliziert ein erhebliches Aufwärtspotenzial vom aktuellen Niveau bei rund 6,86 US-Dollar. Auch der breitere Analystenkonsens rät mit einem durchschnittlichen Ziel von 14,40 US-Dollar zum Kauf.
Die Führungsetage demonstriert ebenfalls Zuversicht. Executive Chairman Patrick Soon-Shiong wandelte Ende März über eine verbundene Gesellschaft Schulden in Höhe von 25 Millionen US-Dollar in 4,6 Millionen Stammaktien um. Insider halten damit weiterhin fast 70 Prozent der Anteile, was die jüngsten Abflüsse bei institutionellen Anlegern teilweise kompensiert.
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Juristische Altlasten und neue Daten
Komplett ungetrübt ist das Bild allerdings nicht. Erst Ende März sorgte ein Warnbrief der US-Gesundheitsbehörde FDA für einen Kursrutsch von über 21 Prozent. Die Behörde kritisierte Werbematerialien, die Anktiva fälschlicherweise als wirksam gegen „alle Krebsarten“ darstellten. ImmunityBio hat mittlerweile eine umfassende Antwort eingereicht und klargestellt, dass der beanstandete TV-Spot nie ausgestrahlt wurde. Dennoch formieren sich derzeit Sammelklagen von Investoren, für die bis zum 26. Mai Fristen zur Benennung von Hauptklägern laufen.
Abseits der juristischen Scharmützel rückt nun wieder die Forschung in den Fokus. Bereits in der kommenden Woche wird das Unternehmen auf einem Krebskongress neue klinische Daten präsentieren. Dabei geht es um den beobachteten Zusammenhang zwischen COVID-19-Infektionen und erhöhten Raten von Metastasen sowie Krebsrückfällen.
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