Die Halbleiterbranche liefert derzeit die stärksten Impulse am deutschen Aktienmarkt. An der Spitze dieser Bewegung steht Infineon. Mit einem Sprung über die 53-Euro-Marke markierte das Papier am Donnerstag ein neues 25-Jahres-Hoch. Seit Jahresbeginn summiert sich das Kursplus auf beachtliche 38 Prozent.
Analysten und US-Konkurrenz treiben den Kurs
Den jüngsten Schub lieferte eine Neubewertung aus New York. Goldman Sachs hob das Kursziel für den Dax-Konzern auf 53 Euro an und behielt die Kaufempfehlung bei. Analyst Alexander Duval verwies auf die anstehenden Quartalszahlen und mögliche Signale einer Markterholung in der Industrie.
Parallel dazu sorgte Texas Instruments für Erleichterung im gesamten Sektor. Der US-Konkurrent stellte für das laufende Quartal einen Gewinn je Aktie von bis zu 2,05 Dollar in Aussicht. Das übertrifft die bisherigen Markterwartungen deutlich und liefert der gesamten Branche Rückenwind.
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KI-Boom federt Autoschwäche ab
Operativ profitiert Infineon massiv vom Ausbau der Rechenzentren. Die Nachfrage nach speziellen Leistungsschaltern für Künstliche Intelligenz übersteigt die Kapazitäten. Das Management hat die Preise für diese Komponenten Anfang April angehoben und reicht die Kosten für Fabrikerweiterungen direkt an die Kunden weiter.
Das Geschäft mit der Künstlichen Intelligenz entwickelt sich zum zentralen Wachstumsmotor. Der Konzern peilt in diesem Segment für 2026 einen Jahresumsatz von 1,5 Milliarden Euro an. Im kommenden Jahr soll dieser Wert auf 2,5 Milliarden steigen. Diese Dynamik gleicht die aktuell verhaltene Nachfrage im klassischen Automobilsektor aus.
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Fabrikneubau und Patentstreit
Um den Bedarf zu decken, beschleunigt das Unternehmen den Kapazitätsausbau. Die Eröffnung der neuen Smart Power Fab in Dresden ist nun bereits für den Sommer geplant. Mit einem Gesamtvolumen von rund fünf Milliarden Euro ist es das größte Investitionsprojekt der Unternehmensgeschichte.
Abseits des operativen Geschäfts musste Infineon in den USA einen juristischen Teilerfolg der Konkurrenz hinnehmen. Im Patentstreit mit dem chinesischen Wettbewerber Innoscience stufte die US-Handelsbehörde ITC Anfang April ein strittiges Patent als nicht verletzt ein. Ein weiteres betrifft lediglich ältere Produkte des Konkurrenten.
Am 6. Mai präsentiert der Vorstand die Ergebnisse für das zweite Geschäftsquartal. Das Management stellte zuletzt einen Umsatz von rund 3,8 Milliarden Euro in Aussicht. Marktbeobachter werden den Fokus vor allem auf die Entwicklung der operativen Marge und konkrete Aussagen zur Preisdurchsetzung bei KI-Komponenten richten.
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