JPMorgan-Analyst Sandeep Deshpande erwartet, dass Infineon bei der Quartalsbilanz am 5. Mai seine Jahresziele anheben wird. Das klingt nach einer Standardeinschätzung — wäre da nicht der Umstand, dass der Kurs das JPMorgan-Kursziel von 48 Euro bereits deutlich überholt hat.
Die Aktie markierte am Donnerstag mit 56,51 Euro ein neues 52-Wochen-Hoch. Seit Jahresanfang hat sie knapp 48 Prozent zugelegt, in den vergangenen zwölf Monaten sogar fast 95 Prozent. Das Kursziel der US-Bank wirkt damit eher wie eine Momentaufnahme von gestern.
Sektorwind aus den USA
Rückenwind kommt von NXP Semiconductors. Der US-Chiphersteller meldete für das erste Quartal 2026 einen Umsatzanstieg von über zwölf Prozent auf 3,18 Milliarden USD — und das Ergebnis je Aktie mehr als verdoppelte sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Solche Zahlen stützen die Stimmung für europäische Halbleiterwerte spürbar.
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Im deutschen Markt reagierten andere Branchenvertreter noch deutlicher: Aixtron legte im MDax rund vier Prozent zu, nachdem das Unternehmen seinen Ausblick für 2026 angehoben hatte. Suss Microtec erreichte im SDax sogar ein Rekordhoch mit einem Plus von acht Prozent.
KI-Rechenzentren als Wachstumstreiber
Der eigentliche Kurstreiber bei Infineon liegt tiefer. Das Unternehmen hat seine geplanten Investitionen auf rund 2,7 Milliarden Euro erhöht — zuvor waren 2,2 Milliarden Euro vorgesehen — um Fertigungskapazitäten für Stromversorgungen in KI-Rechenzentren auszubauen. Im laufenden Geschäftsjahr erwartet Infineon in diesem Segment rund 1,5 Milliarden Euro Umsatz. Für 2027 peilt das Unternehmen dort etwa 2,5 Milliarden Euro an.
Ob die Q2-Bilanz am 5. Mai diese Wachstumserwartungen untermauert, wird zeigen, wie belastbar die Rally der vergangenen Monate ist. Immerhin notiert die Aktie inzwischen fast 30 Prozent über ihrem 50-Tage-Durchschnitt — ein Niveau, das wenig Spielraum für Enttäuschungen lässt.
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