Der Chiphersteller durchbricht eine historische Marke und lässt die Schatten der Dotcom-Blase endgültig hinter sich. Am Freitag kletterte das Papier auf 71,15 Euro — den höchsten Stand seit knapp 26 Jahren. Im Hintergrund vollzieht der Münchner Konzern eine bemerkenswerte Kehrtwende in seiner Expansionsstrategie.
Ende der Gigafabriken
Produktionsvorstand Alexander Gorski verkündete das vorläufige Ende großflächiger Fabrikneubauten. Nach Abschluss der laufenden Projekte plant das Unternehmen auf absehbare Zeit keine weiteren Standorte. Infineon konzentriert sich stattdessen auf die Fertigungsstätte in Dresden.
Das milliardenschwere Werk soll im Juli 2026 offiziell eröffnen. Wegen der massiven Nachfrage nach Chips für KI-Rechenzentren läuft die Produktion dort ein Quartal früher an als ursprünglich kalkuliert. Der Konzern reagiert damit auf einen hohen Auftragsüberhang bei Leistungshalbleitern.
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Diskrepanz bei der Bewertung
Die Börse honoriert diesen Fokus auf Effizienz. Mit einem Jahresplus von fast 86 Prozent gehört der Titel zu den stärksten Werten im DAX. Auf Sicht von zwölf Monaten verzeichnet die Aktie einen Wertzuwachs von knapp 105 Prozent.
Viele Analysten hecheln dieser Kursrally mittlerweile hinterher. Das durchschnittliche Kursziel der Experten liegt mit rund 66 Euro deutlich unter dem aktuellen Niveau. Einzelne Häuser wie die Citigroup werten die Dynamik positiver und hoben ihr Ziel auf 80 Euro an.
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Technischer Rückenwind
Neben den eigenen Kapazitätsanpassungen profitiert der Chipentwickler von einem starken Branchenumfeld. Fortschritte bei der Effizienz von Galliumnitrid-Lösungen treiben die Halbleiter-Wertschöpfungskette an. Umwandlungseffizienzen von über 96 Prozent in Rechenzentren untermauern diesen Trend.
Die hohe Bewertung mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von knapp 54 für das laufende Jahr lässt wenig Spielraum für Enttäuschungen. Marktteilnehmer preisen bereits die sinkende Bewertung für 2027 ein, wenn die neuen Dresdner Kapazitäten voll zur Gewinnentwicklung beitragen. Fällt der Kurs kurzfristig zurück, bietet der 50-Tage-Durchschnitt bei rund 50 Euro eine erste signifikante Unterstützungslinie.
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