Sechs Mal in Folge Marktführer bei Automotive-Halbleitern — und jetzt rückt eine japanische Allianz heran. Infineon muss seine Spitzenposition künftig gegen einen Herausforderer verteidigen, der gezielt auf Platz zwei zielt.
36 Prozent Marktanteil bei Mikrocontrollern
TechInsights bestätigt: Infineon hält im Jahr 2025 einen globalen Marktanteil von 12,8 Prozent im Automotive-Halbleitermarkt. Der Gesamtmarkt wuchs auf 74,4 Milliarden US-Dollar. Der Anteil sank leicht gegenüber dem Vorjahr (13,2 Prozent) — der Abstand zum Zweitplatzierten wuchs trotzdem.
Besonders stark ist die Position bei Automobil-Mikrocontrollern. Hier kletterte der Marktanteil auf 36 Prozent, ein Plus von 3,9 Prozentpunkten gegenüber 2024. Diese Chips steuern elektrische Antriebe, Fahrerassistenzsysteme und die Architektur softwarebasierter Fahrzeuge. Das Segment ist strategisch kaum zu ersetzen.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Infineon?
Regional führt Infineon in China, Europa und Südkorea. In Nordamerika und Japan belegt das Unternehmen Rang zwei — hat den Abstand zu den jeweiligen Marktführern aber deutlich verringert.
Japanische Fusion als neue Kraft
Rohm, Toshiba und Mitsubishi Electric unterzeichneten Ende März eine Absichtserklärung. Die drei Konzerne prüfen eine Fusion ihrer Leistungshalbleiter-Sparten. Das Ziel: gemeinsam rund 10 Prozent Weltmarktanteil erreichen und den zweiten Platz hinter Infineon angreifen.
Ob diese Allianz tatsächlich entsteht und wie schlagkräftig sie wird, bleibt offen. Fusionen in der Halbleiterindustrie dauern — regulatorisch und operativ. Infineon hat Zeit, seinen Vorsprung weiter auszubauen.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Infineon?
Operativ läuft es solide. Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026 erzielte Infineon 3,66 Milliarden Euro Umsatz — ein Jahresplus von 7 Prozent. Die bereinigte Bruttomarge lag bei 43 Prozent, das Auftragspolster wuchs auf 21 Milliarden Euro. Die Aktie spiegelt die starke operative Entwicklung wider: Mit einem Plus von rund 69 Prozent in zwölf Monaten gehört sie zu den stärksten Werten im deutschen Technologiesektor.
KI als zweites Standbein
Parallel zum Automarkt baut Infineon das Rechenzentrumsgeschäft aus. Für das laufende Geschäftsjahr peilt das Unternehmen 1,5 Milliarden Euro KI-bezogenen Umsatz an. Bis 2027 soll diese Zahl auf 2,5 Milliarden Euro steigen. Die geplanten Investitionen in Fertigungskapazitäten für KI-Stromversorgungen wurden von 2,2 auf 2,7 Milliarden Euro angehoben — weil der schnelle Ausbau von KI-Rechenzentren bereits zu Lieferengpässen geführt hat.
Für das zweite Quartal plant das Management 3,8 Milliarden Euro Umsatz bei einer Segmentergebnis-Marge zwischen 15 und 19 Prozent. Beim Quartalsbericht im Mai wird sich zeigen, ob das KI-Geschäft schnell genug wächst, um eine mögliche Schwäche im Automobilsegment abzufedern — und ob Infineon seinen Vorsprung vor der japanischen Allianz noch weiter ausgebaut hat.
Infineon-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Infineon-Analyse vom 16. April liefert die Antwort:
Die neusten Infineon-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Infineon-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 16. April erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Infineon: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

