Infineon dreht auf! Der Chipkonzern erhöht seine Investitionen im laufenden Geschäftsjahr massiv um 500 Millionen auf nun 2,7 Milliarden Euro. Der Grund: Die Nachfrage nach Stromversorgungslösungen für KI-Rechenzentren explodiert förmlich. Während das übrige Marktumfeld verhalten bleibt, gibt ausgerechnet die künstliche Intelligenz dem Münchner Halbleiterriesen kräftigen Rückenwind.
Die Zahlen sprechen eine klare Sprache. Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026 (bis 31. Dezember 2025) sank der Umsatz saisonal bedingt zwar um 7 Prozent auf 3,66 Milliarden Euro. Doch die entscheidende Kennziffer überraschte positiv: Die Segmentergebnis-Marge erreichte 17,9 Prozent – deutlich über den von Analysten erwarteten 16,8 Prozent. Der Konzern bestätigte seine Jahresprognose und plant für das zweite Quartal bereits wieder mit steigenden Erlösen von rund 3,8 Milliarden Euro.
Dresden wird zum KI-Kraftwerk
Der Löwenanteil der zusätzlichen Investitionen fließt in den beschleunigten Hochlauf der neuen Smart Power Fab in Dresden. Die Fabrik soll bereits im Sommer 2026 eröffnen – genau zum richtigen Zeitpunkt, wie Vorstandschef Jochen Hanebeck betont. Die Strategie ist klar: Infineon positioniert sich als Schlüssellieferant für die Stromversorgung der gigantischen Rechenzentren, die den KI-Boom befeuern.
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Die Wachstumsprognosen klingen ambitioniert, basieren aber auf konkreten Kundenzusagen. Für das laufende Geschäftsjahr 2026 erwartet Infineon rund 1,5 Milliarden Euro Umsatz im Bereich KI-Rechenzentren. Doch das ist erst der Anfang: Bereits für das Geschäftsjahr 2027 peilt der Konzern in diesem Segment 2,5 Milliarden Euro an – ein Sprung um eine Milliarde Euro in nur einem Jahr.
Investitionen belasten Cashflow
Die Kehrseite der Medaille? Der massive Investitionshochlauf drückt auf die Liquidität. Der bereinigte Free-Cash-Flow wird nun nur noch bei etwa 1,4 Milliarden Euro erwartet, 200 Millionen weniger als ursprünglich geplant. Der Free-Cash-Flow soll sogar nur noch 1,0 Milliarden Euro erreichen statt der zuvor anvisierten 1,1 Milliarden. Im ersten Quartal rutschte der Wert bereits auf minus 199 Millionen Euro.
Die Netto-Cash-Position verschlechterte sich zum Quartalsende auf minus 4,98 Milliarden Euro. Belastend wirkte auch die im vierten Quartal 2025 getätigte Übernahme des Automotive-Ethernet-Geschäfts von Marvell für umgerechnet 2,18 Milliarden Euro. Hinzu kommt: Die geplante Akquisition des Sensorportfolios von ams OSRAM für weitere 570 Millionen Euro steht noch aus.
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Automotive schwächelt, Power boomt
Während das Segment Power & Sensor Systems (PSS) durch die KI-Nachfrage deutlich zulegen soll, hinkt die Automobilsparte (ATV) hinterher. Hier belastet die verhaltene Nachfrage im Bereich Elektromobilität. Für das Gesamtjahr erwartet Infineon im Automotive-Bereich ein Wachstum unterhalb des Konzerndurchschnitts – trotz positiver Impulse aus dem Geschäft mit software-definierten Fahrzeugen.
Das Segment Green Industrial Power (GIP) soll leicht wachsen, Connected Secure Systems (CSS) etwa stagnieren. Die bereinigte Bruttomarge wird im niedrigen Vierziger-Prozentbereich gesehen, die Segmentergebnis-Marge im hohen Zehner-Prozentbereich.
Kann Infineon die ambitionierten Wachstumsziele im KI-Bereich tatsächlich erreichen? Der Konzern setzt voll auf die richtige Karte. In den kommenden Jahren wird nicht nur die Stromversorgung in Rechenzentren zum Thema, sondern auch der Ausbau der gesamten Netzinfrastruktur. Mit der neuen Dresdner Fabrik positioniert sich Infineon jedenfalls aggressiv in einem Markt, der in den nächsten Jahren explodieren dürfte.
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