Innodata hat am Donnerstag fünf neue Programme mit einem großen Hyperscaler offengelegt. Nach Angaben des Managements sollen sie im ersten Quartal 2027 den auslaufenden Auftrag eines Großkunden ersetzen. Am Freitag verlor die Aktie 4,8%.

Neue Programme sollen Kundenlücke schließen

Die neuen Programme wurden im Rahmen der Quartalsergebnisse vorgestellt. Das Management erwartet, dass das auslaufende Kundenprogramm den Umsatz im Schlussquartal um etwa 12 Millionen $ verringert. Der erwartete Ersatz durch die neuen Programme liegt damit erst im darauffolgenden Quartal.

Innodata meldete für das dritte Quartal 2026 einen Umsatz von 95,6 Millionen $. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht das einem Wachstum von 53 Prozent. Der Nettogewinn erreichte nach Unternehmensangaben 10,3 Millionen $.

Zugleich hob Innodata seine Prognose für das Umsatzwachstum im Gesamtjahr 2026 an. Das Unternehmen erwartet mindestens 42 Prozent statt zuvor mindestens 40 Prozent. Die höhere Jahresprognose steht neben der vom Management erwarteten Belastung durch das Ende des Kundenprogramms.

Personalabbau wurde Gegenstand einer Untersuchung

Vor gut einer Woche waren Medienberichten zufolge Entlassungen von nahezu 550 Beschäftigten in Indien sowie weitere Stellenstreichungen auf den Philippinen Gegenstand einer Mitteilung einer auf Aktionärsrechte spezialisierten Kanzlei.

Die Kanzlei kündigte darin eine Untersuchung an und verwies auf Berichte, wonach dem Personalabbau eine Verringerung eines Kundenauftrags vorausgegangen sei. Die Angaben zum Stellenabbau wurden damit als Medienberichte angeführt, nicht als bestätigte Unternehmensmitteilung. Für die neuen Programme nannte das Management das erste Quartal 2027 als erwarteten Zeitpunkt, zu dem sie den auslaufenden Großkundenauftrag ersetzen sollen.