Vanguard Capital Management hat am Freitag eine geänderte Beteiligungsmeldung zu Innodata eingereicht. Darin weist das Unternehmen einen wirtschaftlich zurechenbaren Anteil von 4,98% aus; die Angaben beziehen sich auf den Bestand zum 30. September. Die Innodata-Aktie steigt heute um 2,6%.

Vanguard meldet Bestand zum Quartalsende

Die als geänderte Schedule-13G-Meldung eingereichte Pflichtmitteilung nennt einen Bestand von 1.712.403 Innodata-Aktien. Damit dokumentiert Vanguard Capital Management seine Beteiligung zu dem genannten Stichtag am Ende des dritten Quartals, nicht zum Tag der Einreichung.

Innodata hat außerdem eine Wertpapierregistrierung auf Formular S-8 für einen Mitarbeiterbeteiligungsplan eingereicht. Die Registrierung betrifft damit Wertpapiere im Rahmen dieses Plans.

Auftragslage bleibt Thema vor den Zahlen

Den geschäftlichen Hintergrund bilden Medienberichte über einen Stellenabbau bei Innodata vor gut einer Woche. Demnach entließ das Unternehmen in Indien nahezu 550 Beschäftigte. Zusätzlich wurden Stellenstreichungen auf den Philippinen gemeldet, wobei sich die genannte Beschäftigtenzahl ausschließlich auf Indien bezieht.

Die Berichte brachten den Personalabbau mit dem Zurückfahren eines Geschäftsauftrags in Verbindung. Das weckte Bedenken hinsichtlich der Kundennachfrage. Innodata hatte die gemeldeten Stellenstreichungen in der betreffenden Berichterstattung nicht öffentlich bestätigt; der Personalabbau bleibt daher eine Medienangabe und keine bestätigte Unternehmensmitteilung.

Vor gut einer Woche kündigte zudem die Kanzlei Levi & Korsinsky eine Untersuchung möglicher Verstöße gegen das Wertpapierrecht im Zusammenhang mit Innodata an. Ihre Mitteilung folgte auf die Berichte über den Personalabbau und bezog sich auf mögliche, nicht auf festgestellte Verstöße.

Als nächster bestätigter Unternehmenstermin steht die Veröffentlichung der Geschäftszahlen an: Innodata will am 5. November nach Börsenschluss die Ergebnisse für das dritte Quartal 2026 vorlegen.