innoscripta hat den Geschäftsbetrieb nach eigenen Angaben trotz der behördlichen Ermittlungen fortgeführt und die internationale Nutzung von Clusterix ausgebaut. Die möglichen finanziellen oder sonstigen Auswirkungen der Ermittlungen bezeichnete das Unternehmen allerdings als noch nicht abschließend bewertbar. Damit stehen den gemeldeten Expansionsschritten ungeklärte Folgen der steuerstrafrechtlichen Untersuchung gegenüber.
Zwei getrennte Prüfaufträge
Die Durchsuchungen bei Gesellschaften der innoscripta-Gruppe erfolgten im Rahmen steuerstrafrechtlicher Ermittlungen wegen des Verdachts der Beihilfe zur Erlangung nicht gerechtfertigter Steuervorteile. Dabei geht es um Forschungszulagen-Anträge von Kunden, wie das Unternehmen in seiner Ad-hoc-Mitteilung erklärte.
Zur Aufklärung vergab innoscripta zwei voneinander getrennte externe Untersuchungsaufträge. Willkie Farr & Gallagher soll im Auftrag des Aufsichtsrats die Sachverhalte und Verantwortlichkeiten im Zusammenhang mit den behördlichen Ermittlungen untersuchen.
Flick Gocke Schaumburg prüft dagegen die organisatorischen Kontrollen und deren softwareseitige Umsetzung in Clusterix. Der Auftrag betrifft damit die Dokumentations- und Kontrollmechanismen der Software, während das andere Mandat auf die zugrunde liegenden Sachverhalte und Verantwortlichkeiten ausgerichtet ist.
Internationale Aktivitäten und nächster Berichtstermin
Vor gut einer Woche meldete innoscripta die Eröffnung eines Büros in New York. Damit baut das Unternehmen seine US-Aktivitäten rund um Clusterix aus; bis Ende 2026 plant es, in den USA 15 Mitarbeiter zu beschäftigen.
Vor rund zwei Wochen berichtete innoscripta außerdem über Neukunden in mehreren europäischen Ländern. Nach Unternehmensangaben wurde Clusterix damit in 14 Ländern eingesetzt.
Für Anleger steht als nächster angekündigter Berichtstermin die zweite Novemberhälfte an: In diesem Zeitraum will innoscripta die Q3-Ergebnisse veröffentlichen. Diesen Zeitplan hatte das Unternehmen zusammen mit der Mitteilung über die unabhängigen externen Untersuchungen bestätigt.
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