Die Inspire Medical Systems Aktie steht massiv unter Druck. Wells Fargo stufte das Papier am Dienstag von „Übergewichten“ auf „Gleichgewichten“ herab und senkte das Kursziel brutal von 145 auf 70 Dollar. Die Aktie notiert aktuell bei 68,21 Dollar – ein Minus von 63,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das 52-Wochen-Tief liegt bei 64,46 Dollar.
Reimbursement-Chaos belastet
Der Kern des Problems: massive Unsicherheit bei der Ärztevergütung. Inspire muss für sein neues Inspire-5-System den CPT-Code 64582 mit einem „-52 Modifier“ verwenden – was die Honorare für Mediziner um 10 bis 50 Prozent reduzieren könnte. Wells Fargo geht davon aus, dass diese Belastung noch monatelang auf dem Kurs lasten wird.
Die Analysten bewerten Inspire Medical nun mit dem 1,6-fachen des geschätzten Umsatzes für 2027 (1,04 Milliarden Dollar). Zum Vergleich: Wachstumsstarke Medtech-Peers handeln beim 6,3-fachen (Spanne 5 bis 8). Die Bewertungslücke ist enorm.
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Trotz starker Q4-Zahlen – Gewinn je Aktie von 1,65 Dollar statt erwarteter 0,68 Dollar, Umsatz von 269,1 Millionen Dollar – bleibt die Stimmung gedrückt. Der Jahresumsatz 2025 kletterte um 14 Prozent auf 912 Millionen Dollar. Doch für 2026 erwartet das Unternehmen nur noch 4 bis 10 Prozent Wachstum. Die Guidance liegt zwischen 950 Millionen und einer Milliarde Dollar.
WISeR-Programm verschärft Lage
Zusätzlich belastet das neue WISeR-Programm der Regierung, das in sechs Pilotstaaten Vorabgenehmigungen für Medicare-Fälle verlangt. CEO Tim Herbert räumte ein, dass viele Anträge abgelehnt wurden – wegen Inkonsistenzen in der KI-Software und Coding-Problemen. Das bremst das Geschäft im ersten Quartal 2026 zusätzlich.
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Die Bewertung laut InvestingPro: unterbewertet. Der RSI deutet auf überverkauft hin. Doch die Reimbursement-Unsicherheit dürfte noch Monate anhalten. Inspire arbeitet zwar an neuen Category-I-CPT-Codes – die wären aber erst zum 1. Januar 2028 wirksam.
Herbert betonte zwar die Stärke des Inspire-5-Systems mit „felsenfesten“ klinischen Daten: 100 Prozent erfolgreiche Implantationen in Singapur, 20 Prozent kürzere OP-Zeit, 91 Prozent Patientenzufriedenheit. Doch solange die Vergütungsfrage ungeklärt bleibt, werden Ärzte zögern. Der Markt mit 23 Millionen US-Erwachsenen mit mittelschwerer bis schwerer Schlafapnoe bleibt zwar riesig. Aber der Weg dorthin ist aktuell verbaut.
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