Die Aktie von Inspire Medical Systems brach am Donnerstag um 12,6% ein. Der Grund: Die Centers for Medicare & Medicaid Services (CMS) ruderten bei einer wichtigen Erstattungsentscheidung zurück. Der Titel fiel auf 82,86 US-Dollar – deutlich unter dem neuen Kursziel von Truist Securities.
Die Hiobsbotschaft: CMS hat obstruktive Schlafapnoe (OSA) als erstattungsfähige Diagnose für den CPT-Code 64568 unter NCD 160.18 gestrichen. Die Begründung der Behörde: Der ICD-10-Diagnosecode für OSA (G47.33) wurde fälschlicherweise als erstattungsfähig eingestuft. Künftig liegt die Entscheidung über die Kostenübernahme bei den einzelnen Medicare Administrative Contractors (MACs), die betroffene Abrechnungen entsprechend anpassen werden.
Analystenhaus vollzieht Kehrtwende
Besonders bitter: Truist Securities hatte das Papier erst Ende November von Hold auf Buy hochgestuft – genau in der Erwartung, dass die CMS-Codeänderung zu höheren Erstattungspreisen führen würde. Diese Hoffnung ist nun „vollständig vom Tisch“, wie Analyst Richard Newitter einräumt. Die Konsequenz: Rückstufung auf Hold und Kursziel-Senkung von 120 auf 96 US-Dollar.
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Auch Oppenheimer zog die Reißleine und stufte von Outperform auf Perform herab. Die Medicare Administrative Contractors hatten bereits Mitte Dezember begonnen, den Code 64568 zu streichen – trotz gegenteiliger CMS-Empfehlungen. Inspire Medical wird voraussichtlich zum Code I-IV (64582) zurückkehren müssen, möglicherweise mit Modifikationen, deren genaue Ausgestaltung noch unklar ist.
Was war das eigentlich für eine Hoffnung?
Am 21. November 2025 hatte CMS zunächst den CPT-Code 64568 dem APC 1580 zugeordnet – was die Erstattung für Inspire Medical in Krankenhäusern und ambulanten OP-Zentren um rund 50% erhöht hätte. Im Dezember 2025 folgten dann mehrere Korrekturen, darunter eine LCD-Revision, die klarstellte, dass der Code irrtümlich hinzugefügt wurde. Noridian bestätigte die Entfernung in mehreren Regionen.
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Nicht alle Analysten sehen schwarz: Evercore ISI hält an der Outperform-Einstufung mit Kursziel 125 US-Dollar fest. Die Begründung: Die Prognose für das Geschäftsjahr 2026 sollte intakt bleiben, da keine signifikante Erstattungserhöhung einkalkuliert war. Die Erstattung kehre faktisch auf das Niveau von 2025 zurück.
Positive Signale trotz Rückschlag
Trotz der regulatorischen Turbulenzen präsentierte Inspire Medical kürzlich vorläufige Umsatzzahlen für das vierte Quartal: rund 269 Millionen US-Dollar, ein Plus von 12% im Jahresvergleich und über der Konsensschätzung von 262 Millionen. Der Umsatz wuchs in den letzten zwölf Monaten um 16,81%. Das Unternehmen verfügt über mehr Bargeld als Schulden und eine solide Current Ratio von 5,29. Fünf Analysten haben ihre Gewinnschätzungen zuletzt nach oben korrigiert. Die nächsten Quartalszahlen stehen am 11. Februar an.
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