Der kanadische Edelmetallproduzent Integra Resources gewinnt nach einer schwachen Jahresstartphase wieder an Fahrt. Die Aktie notiert bei 3,92 CAD und liegt damit rund elf Prozent über dem Freitagsschluss. Seit dem Jahrestief im vergangenen Juli hat sich der Kurs nahezu verdoppelt – vom Rekordhoch bei 6,60 CAD aus Januar 2026 ist man allerdings noch gut 40 Prozent entfernt.

Entscheidende Wochen für die Florida Canyon Mine

Investoren fiebern einer aktualisierten Machbarkeitsstudie für Integras Hauptproduktionsstätte entgegen. Die Florida Canyon Mine in Nevada ist das zentrale produzierende Asset des Unternehmens. Die überarbeitete Studie soll einen neuen Minenplan und detaillierte Produktionsprofile liefern – mit Veröffentlichung noch im Juni oder Anfang Juli 2026. Kurz gesagt: ein Termin, den Anleger im Kalender markieren sollten.

Parallel dazu läuft beim zweiten Großprojekt ein behördlicher Prozess. Das DeLamar-Projekt im südwestlichen Idaho hat den Bundesgenehmigungsprozess erreicht. Das Bureau of Land Management plant einen straffen Zeitplan: Nach der Ankündigung der Absichtserklärung folgt eine 15-monatige NEPA-Prüfung. Die endgültige Genehmigung wird für das dritte Quartal 2027 erwartet. Der FAST-41-Status des Projekts beschleunigt das Verfahren deutlich.

Größte Explorationskampagne der Firmengeschichte

Integra hat zudem das umfangreichste Bohrprogramm seiner Unternehmensgeschichte gestartet. 50.500 Meter Bohrung verteilen sich auf die Liegenschaften in Nevada und Idaho. Erste Ergebnisse sind für den Sommer 2026 angekündigt.

Die Strategie dahinter: Operative Exzellenz und Profitabilität unter Beweis stellen – und gleichzeitig die Entwicklungsprojekte vorantreiben. Dazu zählen neben DeLamar auch das Nevada North Project. Beide setzen auf das kosteneffiziente Heap-Leach-Verfahren.

Die jüngsten Quartalszahlen für das erste Quartal 2026 zeigten Rekordwerte bei der geförderten Gesamtmenge. Integra hat seine Finanzposition gestärkt und visiert organischen Turnaround an. Das Ziel ist der Aufstieg zum Mid-Tier-Goldproduzenten. Ob die anstehende Machbarkeitsstudie dafür den Weg freimacht, dürfte sich in den kommenden Wochen zeigen.