Mehr als 25 Prozent in einer Woche: Intel-Aktionäre erleben dieser Tage ein Déjà -vu der positiven Sorte. Der Chipriese legt eine Rallye hin, die selbst erfahrene Marktbeobachter überrascht.
Auslöser ist eine seltene Doppelhochstufung der Bank of America. Analyst Vivek Arya hob Intel von „Underperform“ direkt auf „Buy“ und setzte ein neues Kursziel von 135 Dollar. Bisher standen 96 Dollar auf seinem Zettel.
Arya sieht großes Potenzial im Servergeschäft. Der Markt für Server-CPUs könnte durch „agentic AI“ bis 2030 auf über 170 Milliarden Dollar wachsen. Intel könnte sich rund 25 Prozent dieses Kuchens sichern. Das würde den Gewinn je Aktie auf über sechs Dollar treiben.
Foundry wird zum Hoffnungsträger
Ein zweites Standbein formiert sich in der Fertigungssparte. Intels Foundry-Geschäft gewinnt an Kontur. Mit dem 18A-Prozess sollen Großkunden von der Konkurrenz zurückgeholt werden. Analysten rechnen mit einem Umsatzsprung: von geschätzten 1,1 Milliarden Dollar 2026 auf über 47 Milliarden Dollar im Jahr 2030.
Die Fundamentaldaten untermauern die Zuversicht. Im ersten Quartal legte Intel 13,58 Milliarden Dollar Umsatz vor – mehr als erwartet. Das Data-Center- und KI-Segment wuchs um 22 Prozent auf 5,1 Milliarden Dollar.
Die Aktie notiert mit 107,66 Euro rund 31 Prozent über ihrer 50-Tage-Linie. Der RSI von 63 signalisiert moderate Stärke, aber noch keine Überhitzung. Seit Jahresbeginn summiert sich das Plus auf 220 Prozent.
Nächster Fixpunkt im Kalender: die Quartalszahlen im Juli. Analysten erwarten einen Umsatz zwischen 13,8 und 14,8 Milliarden Dollar. Ob Intel das Tempo halten kann, wird sich dann zeigen.
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