Apple sondiert offenbar neue Wege in seiner Chip-Lieferkette — und Intel steht dabei im Mittelpunkt. Der iPhone-Konzern hat Gespräche mit Intel über die Nutzung von dessen Foundry-Diensten geführt, um die Abhängigkeit vom langjährigen Fertigungspartner TSMC zu verringern. Parallel dazu besuchten Apple-Manager das neue Samsung-Chipwerk in Texas. Beide Gespräche befinden sich noch in einem frühen Stadium, konkrete Entscheidungen sind nicht gefallen.
Für Intel wäre ein solcher Auftrag mehr als ein Symbol. Der Konzern baut seine Auftragsfertigung seit Jahren aus und kämpft darum, externe Großkunden zu gewinnen. Apple als Auftraggeber würde die Credibility des Foundry-Geschäfts deutlich stärken — und könnte die Perspektive für das gesamte Segment neu justieren.
Kurs unter Druck, Bewertung im Blick
An der Börse sorgten die Meldungen allerdings nicht für Aufwärtsdynamik. Die Intel-Aktie verlor gestern rund 3,85 Prozent und schloss bei knapp unter 96 Dollar. Der Rücksetzer kommt nach einem bemerkenswerten Lauf: In den vergangenen zwölf Monaten hat sich der Kurs um rund 383 Prozent verteuert — getrieben von starker CPU-Nachfrage, ausgelasteten Produktionskapazitäten und steigenden Durchschnittspreisen im Serverbereich.
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RBC Capital Markets hält trotz des starken Laufs an einem Kursziel von 80 Dollar fest und bestätigte das Rating „Sector Perform“. Die Analysten verweisen zwar auf anhaltende Stärke im Server-CPU-Segment, sehen die Aktie aber auf dem aktuellen Niveau als fair bis hoch bewertet.
Insiderverkäufe nahe dem Hoch
Auffällig: Anfang Mai verkaufte April Miller, Intels Chief Legal Officer, rund 40.000 Aktien zu Preisen um die 99,50 Dollar — knapp unterhalb des 52-Wochen-Hochs von 100,45 Dollar. Der Erlös belief sich auf gut 4 Millionen Dollar. Ein klassischer Insiderverkauf nahe dem Jahreshoch, der Marktbeobachter naturgemäß aufhorchen lässt, auch wenn Miller danach noch rund 105.000 Aktien direkt hält.
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Präsident Trump hatte übrigens öffentlich kommuniziert, im August 2025 bei rund 20 Dollar in Intel eingestiegen zu sein — und damit bis April 2026 einen Buchgewinn von rund 45 Milliarden Dollar erzielt haben will. Ob diese Zahl auf ein staatliches Engagement oder ein privates Investment anspielt, blieb offen.
Der Apple-Kontakt gibt der Intel-Geschichte jedenfalls eine neue Dimension. Ob aus dem Vorgespräch jemals ein echter Fertigungsauftrag wird, hängt von technischen, geopolitischen und wirtschaftlichen Faktoren ab — die Verhandlungen stehen ganz am Anfang.
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