Intel Aktie: BofA bleibt skeptisch

Intel erreicht neues Allzeithoch dank Apple-Partnerschaft, doch die Bank of America stuft die Aktie weiterhin mit 'Underperform' ein.

Intel Aktie
Kurz & knapp:
  • Intel-Aktie auf Rekordhoch von 124,92 Dollar
  • Apple-Deal könnte Milliardenumsätze bringen
  • BofA erhöht Kursziel, behält aber Underperform-Rating
  • Analysten sehen AMD und ARM besser positioniert

Die Intel-Aktie erlebt gerade einen der bemerkenswertesten Kursläufe der jüngeren Börsengeschichte. Seit dem Tief im Jahr 2025 hat sich der Titel um rund 500 Prozent erholt — und allein am vergangenen Freitag legte die Aktie um weitere 14 Prozent zu, auf ein neues Allzeithoch von 124,92 Dollar. Auslöser war ein Bericht über eine Grundsatzvereinbarung mit Apple, Chips für dessen Geräte zu fertigen.

Die Bank of America hat ihr Kursziel daraufhin von 56 auf 96 Dollar angehoben — und trotzdem bleibt das Rating auf „Underperform“. Das klingt widersprüchlich, hat aber eine klare Logik.

Der Apple-Deal: Groß, aber eingepreist

Die Analysten schätzen, dass Intel aus einer Foundry-Partnerschaft mit Apple bis 2030 rund 10 Milliarden Dollar Jahresumsatz generieren könnte — basierend auf einem Anteil von etwa 25 Prozent an Apples Chipvolumen. Als Erstprodukte gelten die M-Series-Chips für MacBooks und iPads, eine mögliche Ausweitung auf A-Series-Prozessoren für iPhones ist denkbar, aber noch Zukunftsmusik.

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Das Problem: Selbst wenn der Deal formell besiegelt wird, vergehen noch zwei bis drei Jahre für Investitionen, Qualifizierung und Hochlauf der Produktion. In der Anfangsphase werden Bruttomargen unter Druck stehen — durch Abschreibungen, niedrige Ausbeuten und Anlaufkosten. Das Ziel, bis 2027 operativ die Gewinnschwelle im Foundry-Geschäft zu erreichen, könnte sich um ein bis zwei weitere Jahre verschieben.

Bewertung lässt wenig Spielraum

Die Bank of America begründet ihr aktualisiertes Kursziel mit einem neuen Summe-der-Teile-Bewertungsrahmen und einer deutlich höheren Prognose für den Server-CPU-Markt: 120 Milliarden Dollar bis 2030, nach zuvor 80 Milliarden Dollar. Das ist eine substanzielle Neubewertung der Branchenperspektiven.

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Trotzdem bleibt die Skepsis: Der aktuelle Kurs reflektiere diese Chancen bereits vollständig. Gleichzeitig sehen die Analysten AMD und ARM in einer strukturell besseren Ausgangsposition, um vom wachsenden Server-CPU-Markt zu profitieren — als Gewinner von Marktanteilen, nicht als Aufholer.

Intel hat im ersten Quartal 2026 die Rückkehr in die Gewinnzone geschafft und damit einen wichtigen Meilenstein gesetzt. Der jahrelange Wettbewerbsrückstand gegenüber TSMC und die milliardenschweren Investitionen in die eigene Fertigung zeigen zwar erste Früchte. Doch zwischen einer beeindruckenden Rally und einer fundamental gerechtfertigten Bewertung liegt oft mehr Abstand, als der Kurschart vermuten lässt.

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