Intel legt heute im Umfeld einer Erholung bei Halbleiteraktien um 4,9% zu. Medienberichten zufolge kehrten nach dem scharfen Ausverkauf Schnäppchenjäger zurück; auch Nvidia und AMD erholten sich im frühen vorbörslichen Handel. Die Gegenbewegung beseitigt dem Bericht zufolge jedoch weder die Sorgen um die Ausgaben für künstliche Intelligenz noch die Bedenken wegen Intels schwachem Ausblick.
Prognose belastet trotz Umsatzwachstum
Gestern hatte ein breiter Ausverkauf von Technologiewerten auch Intel erfasst. Medienberichten zufolge sorgten sich Anleger um die Ausgaben für künstliche Intelligenz und den Ausbau von Rechenzentren.
Vor gut einer Woche meldete Intel für das dritte Quartal 2026 einen Umsatz von 16,5 Milliarden $. Das entsprach einem Wachstum von 21% gegenüber dem Vorjahr. Der bereinigte Gewinn je Aktie betrug 0,52 $.
Für das vierte Quartal 2026 stellte Intel Erlöse zwischen 15,0 Milliarden $ und 16,0 Milliarden $ in Aussicht. Beim bereinigten Gewinn je Aktie erwartete das Unternehmen 0,25 $. Der Umsatzausblick lag unter den Erwartungen der Wall Street.
In Berichten über den anschließenden Kursrutsch wurden neben der Prognose auch die schwache PC-Nachfrage und Lieferengpässe als Belastungen genannt.
Analysten senkten Ziele, Tan kaufte Aktien
Am 30. Oktober senkte Wedbush das Intel-Kursziel von 98 $ auf 75 $ und behielt die neutrale Einstufung bei.
UBS reduzierte das Kursziel am selben Tag von 100 $ auf 80 $, ebenfalls bei unverändert neutraler Bewertung. Beide Schritte folgten auf den Quartalsbericht und den schwächer als erwarteten Ausblick.
Intel-Chef Lip-Bu Tan meldete dagegen einen Kauf von 150.000 Intel-Aktien am offenen Markt. Die entsprechende SEC-Pflichtmitteilung nennt Montag als Berichtsdatum.
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