Intel Aktie: Entscheidende Phase!

Intel steht vor einem entscheidenden Quartalsbericht am 23. April. Die Aktie ist nach einer starken Rallye hoch bewertet, während die operative Realität von Verlusten in der Gießerei-Sparte geprägt ist.

Intel Aktie
Kurz & knapp:
  • Starke Nachfrage nach KI-Server-Prozessoren
  • Hohe Bewertung bei operativen Verlusten
  • Quartalszahlen am 23. April entscheidend
  • Gießerei-Sparte mit großen Kundenprojekten

207 Prozent Kursplus in zwölf Monaten und eine Bewertung, die selbst Optimisten schlucken lässt. Bei Intel klaffen Börseneuphorie und operative Realität weit auseinander. Am 23. April muss der Chipkonzern beweisen, ob der Hype um KI-Server und neue Gießerei-Kunden gerechtfertigt ist.

KI-Server als Wachstumstreiber

Die Investmentbank Susquehanna hob ihr Kursziel kürzlich von 45 auf 65 US-Dollar an, belässt die Einstufung aber auf „Neutral“. Analyst Christopher Rolland verweist auf eine unersättliche Nachfrage nach Server-Prozessoren. Sogenannte agentische KI-Workloads treiben den Bedarf massiv an. Laut Kanalprüfungen von KeyBanc ist Intel in diesem Segment für das Jahr 2026 bereits weitgehend ausverkauft. Dieser Boom im Rechenzentrum federt die anhaltende Schwäche im klassischen PC-Geschäft ab.

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Neben dem Server-Geschäft rückt Intels Gießerei-Sparte in den Fokus. Die Beteiligung am Terafab-Projekt für Tesla und SpaceX sowie die Zusage von Alphabet, künftige Xeon-Prozessoren in Google-Rechenzentren einzusetzen, befeuern die Fantasie. An der Börse notiert das Papier aktuell bei 54,13 Euro und kratzt damit am 52-Wochen-Hoch von 55,34 Euro. Seit Jahresbeginn steht ein Plus von rund 61 Prozent zu Buche.

Diese Rallye hat ihren Preis. Mit einem erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnis von 122 ist die Aktie sportlich bewertet. Investoren müssen diese Prämie gegen die operativen Verluste der Foundry-Sparte abwägen, die allein im vierten Quartal 2025 bei 2,51 Milliarden US-Dollar lagen.

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Blick auf die Quartalszahlen

Die jüngsten Geschäftszahlen untermauern die Zweiteilung des Konzerns. Während die Datacenter- und KI-Sparte im Schlussquartal 2025 um 9 Prozent wuchs, schrumpfte das Client-Computing-Segment um 7 Prozent. Für das erste Quartal 2026 peilt das Management folgende Eckdaten an:

  • Umsatz: 11,7 bis 12,7 Milliarden US-Dollar.
  • Non-GAAP Gewinn pro Aktie: 0,00 US-Dollar.
  • Mitarbeiterzahl: Reduziert auf 85.100 (Vorjahr: 108.900).

Am 23. April legt Intel nach US-Börsenschluss die Ergebnisse für das erste Quartal vor. Liefert die Server-Nachfrage die von Susquehanna erwarteten positiven Impulse und entspannt sich die Liefersituation wie prognostiziert im zweiten Quartal, erhält die Turnaround-Story ein handfestes Fundament. Verfehlt der Konzern die hohen Erwartungen, droht angesichts der ambitionierten Bewertung ein harter Rückschlag.

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