Die Nachfrage nach Server-Prozessoren überrollt Intel. Der US-Konzern kann den Hunger des Marktes nach neuen KI-Chips aktuell nicht vollständig stillen. Das treibt Analysten zu Neubewertungen.
Analyst Christopher Rolland von Susquehanna sieht einen Wendepunkt. Er schraubt sein Kursziel für Intel von 45 auf 65 US-Dollar nach oben. Seine Einstufung belässt er auf „Neutral“. Der Grund für den Optimismus liegt im Rechenzentrum. Spezielle KI-Anwendungen treiben die Nachfrage nach Server-Prozessoren in unerwartete Höhen. Intel selbst gibt den Engpass offen zu. Das Management erwartet den Höhepunkt der Lieferengpässe im ersten Quartal 2026. Erst ab dem zweiten Quartal rechnet der Konzern mit einer Entspannung der Lage.
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Schwacher PC-Markt bremst
Im Kontrast dazu steht das klassische PC-Geschäft. Speichermangel bremst hier die Produktionsvolumina der Hersteller. Die Sparte schrumpfte im vierten Quartal um sieben Prozent. Das Server-Geschäft wuchs parallel dazu um neun Prozent.
Intel baut den Konzern derweil radikal um. Die Belegschaft schrumpfte im Jahr 2025 um fast 22 Prozent auf rund 85.100 Mitarbeiter. Diese strukturelle Verschlankung fließt zunehmend in die Modelle der Wall Street ein. Die finanzielle Basis dafür stimmt. Intel beendete das vergangene Jahr mit Barreserven von über 14 Milliarden US-Dollar.
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Hohe Erwartungen an die Zahlen
Die Börse honoriert die Entwicklung bereits massiv. Allein in den vergangenen 30 Tagen schoss der Kurs um gut 42 Prozent nach oben. Mit aktuell 54,34 Euro notiert das Papier nur hauchdünn unter dem 52-Wochen-Hoch. Die Bewertung ist entsprechend sportlich. Die Folge: Einem erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnis von 122 stehen Milliardenverluste in der eigenen Chip-Fertigung gegenüber. Die Analystengemeinde bleibt daher gespalten. Das durchschnittliche Kursziel liegt mit 52,52 Euro sogar leicht unter dem aktuellen Niveau.
Der anstehende Quartalsbericht wird zum Realitätscheck. Intel peilt für das erste Quartal einen Umsatz zwischen 11,7 und 12,7 Milliarden US-Dollar an. Die nackten Zahlen rücken dabei fast in den Hintergrund. Im Zentrum steht die Prognose für den Rest des Jahres 2026. CEO Lip-Bu Tan muss auf der Telefonkonferenz belegen, dass der Auftragsbestand im Server-Segment die aktuelle Marktkapitalisierung rechtfertigt. Verfehlt der Ausblick die hohen Erwartungen, droht bei dieser Bewertung ein harter Rücksetzer.
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